Realschule praktiziert Durchlässigkeit: Schüler des Gymnasiums können zum neuen Schuljahr an die Realschule wechseln

Am kommenden Montag, 3. August 2009, ist an den bayerischen Realschulen Anmeldetermin für den Übertritt von Schülern aus anderen Schularten. Insbesondere werden Schüler und Schülerinnen aus den Gymnasien in die Jahrgangsstufen 6 bis 9 der Realschulen aufgenommen.

02.08.2009 Pressemeldung Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS)

Der Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS) begrüßt die Möglichkeit des Umstiegs auf die Realschule. "Hier wird den Schülern eine neue Perspektive und eine neue Motivation für einen erfolgreichen Schulabschluss geboten", betonte die Landesvorsitzende Ingrid Ritt. Die Schüler, für die sich das Gymnasium nicht als die richtige Schullaufbahn erwiesen hat, können hier neu beginnen. Das wird von den Schülern selbst wie auch von deren Eltern positiv gesehen. "Die 356 Realschulen in Bayern leisten hier eine vorzügliche Förderarbeit", so Ingrid Ritt. "98 Prozent der Realschüler bestehen erfolgreich den Realschulabschluss." Sie wies darauf hin, dass den Schülern mit dem Realschulabschluss weitere attraktive Bildungswege offen stehen: der Besuch weiterführender Schulen einschließlich eines Hochschulstudiums.

"Der ständige Vorwurf, das gegliederte Schulwesen sei zu wenig durchlässig, ist also nicht zutreffend", sagte die Landesvorsitzende. Allerdings dürfe dieser Weg vom Gymnasium an die Realschulen nicht zu einer Überfüllung der Realschulklassen führen, mahnte sie. Vielmehr müssten Realschullehrkräfte in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt werden, um gegebenenfalls zusätzliche Klassen bilden zu können. Ingrid Ritt rät noch unschlüssigen Eltern, sich für den Übertritt an die Realschule keinesfalls zu spät zu entscheiden, da an den Realschulen ab Jahrgangsstufe 7 die Profilbildung mit realschulspezifischen Fächern einsetzt.


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