Realschullehrerverband wirft Landesregierung Vertrauensbruch vor

Empörung, Wut und maßlose Enttäuschung - so die Reaktionen in den Schulkollegien auf die Absicht der Landesregierung, die Rückzahlung der im Rahmen des verpflichtenden Arbeitszeitkontos geleisteten Überstunden nicht vereinbarungsgemäß vorzunehmen und im Regelfall an das Ende der Dienstzeit zu legen. "Die Landesregierung begeht einen nicht wieder gut zu machenden Vertrauensbruch, wenn sie an ihrem Vorhaben festhält", so Manfred Busch, VDR-Landesvorsitzender. Der Beschluss, die geleistete Mehrarbeit nicht vertragsgemäß nach 10 Jahren sofort zurückzugeben, hat die Stimmung in den Schulen drastisch verschlechtert.

16.04.2008 Niedersachsen Pressemeldung Verband Reale Bildung

Schon 1998 hatte der Verband Deutscher Realschullehrer Niedersachsen (VDR) die damalige SPD-Landesregierung gewarnt, dass es zu großen Problemen bei der Rückzahlung nach 10 Jahren kommen werde. Weder die SPD- noch die jetzige Landesregierung hat rechtzeitig Sorge für eine problemlose Rückzahlung der geleisteten Mehrarbeit der Lehrkräfte getragen.

Der VDR fordert mit Nachdruck eine Korrektur des Kabinettsbeschlusses. Jeder Lehrkraft muss vertraglich die vollständige Rückzahlung aller geleisteten Mehrstunden zugesichert werden. Sie muss individuell ohne besondere Begründung entscheiden können, ob sie die geleistete Mehrarbeit wie bislang vorgesehen sofort nach Ablaufen des Arbeitszeitkontos abarbeiten will oder aber erst später. "Es kann nicht sein, dass die Landesregierung als "Kreditnehmer" einseitig ohne Einverständnis der Kreditgeber (Lehrkräfte) die Konditionen verändert. Bei einer späteren Rückzahlung des Arbeitszeitkontos muss es jedoch zu einer Verzinsung des angesparten Kapitals kommen", so Busch.

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Verband Reale Bildung

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