Rechtschreibreform tritt heute in Kraft
(bikl) In vierzehn von sechzehn Bundesländern tritt die Rechtschreibreform heute in Kraft. Dort gelten also mit Beginn des neuen Schuljahrs die unstrittigen Teile der Rechtschreibreform. Lediglich Bayern und Nordrhein-Westfalen haben das Inkrafttreten der Rechtsschreibreform vorläufig ausgesetzt. Hier werden die alten Schreibweisen noch immer nicht als Fehler gewertet. Allerdings wird auch dort nach den neuen Regeln gelernt.
01.08.2005 ArtikelDie Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Brandenburgs Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka äußerte heute die Hoffnung, dass auch diese beiden Länder den Beschluss der KMK und der Ministerpräsidentenkonferenz rasch umsetzen. "Es war ein langer Weg und ein wichtiges Etappenziel ist erreicht", erklärte sie zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung. "Es bringt keinen Zugewinn, wenn der große Teil der Reform, der unstrittig ist, später in Kraft tritt", so Wanka. "Wir müssen auch an unsere Abmachungen mit den anderen deutschsprachigen Ländern denken. In Österreich und der Schweiz wird die Neuregelung der Rechtschreibung wie in vierzehn deutschen Ländern vereinbarungsgemäß zum 1. August umgesetzt."
Die stellvertretende GEW-Vorsitzende Marianne Demmer wünschte dem Rat für deutsche Rechtschreibung anlässlich der Neuregelung "Standfestigkeit gegenüber den Instrumentalisierungsversuchen der Reformgegner", die nach ihrer Ansicht mit Hilfe des Rates die Reform generell rückgängig machen wollen. Die Tatsache, dass mittlerweile sieben Schülerjahrgänge in allen Bundesländern nach den neuen Regeln lernten, interessiere dabei offenbar "nicht die Bohne". "Die jungen Menschen und ihre Lehrer wünschen sich dringend ein Ende des Rechtschreib-Kulturkampfes und dass endlich einmal auf ihre wirklichen Probleme - wie etwa zu große Klassen und zu wenige Ausbildungsplätze - so viel Energie verwendet wird wie auf die Rechtschreibung", so Marianne Demmer.
Siehe auch Bildungs-Special Rechtschreibreform
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