Modellprojekte

Ries: Landesregierung darf Werkstattschulen nicht sterben lassen

Auf Antrag der SPD-Landtagsfraktion hat sich der heutige Bildungsausschuss mit dem Auslaufen des Modellprojektes Werkstattschule befasst. Hierzu erklärt die Expertin für berufliche Bildung, die Landtagsabgeordnete der SPD, Isolde Ries:

25.03.2010 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

"Die Werkstattschulen bieten Schülerinnen und Schülern, die im Normalablauf der Regelschule unterzugehen drohen, eine gute Möglichkeit, ihren Hauptschulabschluss zu machen. Es ist skandalös, dass die Landesregierung dieses Projekt sang- und klanglos auslaufen lässt, ohne im Haushalt die entsprechenden Mittel einzustellen. Das widerspricht den erst kürzlich getroffenen Aussagen, Schülerinnen und Schüler besser in den Ausbildungsmarkt zu integrieren. Gerade Schüler mit Migrationshintergrund oder aus sozialen Problemlagen müssen wir mit dem Instrument der Werkstattschule in kleinen Klassen und durch eine intensive sozialpädagogische Betreuung eine Chance gegeben."

Das Saarland hat mit 25 Prozent die größte Ausbildungs-Abbrecherquote bundesweit. Wegen der oft fehlenden Ausbildungsreife, dem enormen Unterrichtsausfall an beruflichen Schulen (mittlerweile 2.000 Unterrichtsstunden pro Woche, mehr als 20 Prozent Ausfall) gibt es mittlerweile ca. 2.500 junge Menschen, die älter als 25 Jahre alt sind und weder einen Abschluss noch eine Ausbildung haben.

Das Projekt "Werkstattschulen" - finanziert zur Hälfte von der Bundesagentur für Arbeit und zu anderen Hälfte vom Bildungsministerium – läuft nach derzeitigen Planungen der Landesregierung am 31. Juli 2010 aus. Im aktuellen Haushalt sind keine Mittel eingestellt, das Projekt weiterzuführen.

www.spd-saar.de


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