Mecklenburg-Vorpommern

Rügener Schulversuch zur Inklusion erfolgreich

"Ich bin froh, dass die aktuellen Ergebnisse bestätigen, dass Inklusion funktioniert und gratuliere allen Beteiligten zu diesem Erfolg. Besonders bemerkenswert sind die Ergebnisse für die lernschwachen Schülerinnen und Schüler. So weisen Stralsunder und Rügener Schülerinnen und Schüler zwar dasselbe Leistungsniveau auf, allerdings wird dies auf Rügen bereits nach zwei und in Stralsund nach drei Schuljahren erreicht. Das ist ein toller Erfolg", sagte Bildungsminister Brodkorb. Die Kinder auf Rügen sind in Regelklassen beschult worden, die Schülerinnen und Schüler in Stralsund in Diagnoseförderklassen (DFK).

15.01.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

Im Durchschnitt wiesen die Schülerinnen und Schüler von Rügen auch im Schuljahr 2012/2013 gegenüber denen Stralsunds mit Ausnahme des Bereiches "Lesen" einen leichten Leistungsrückstand auf. Allerdings konnte eine Kontrollstudie von VERA-Daten seit dem Jahr 2009 zeigen, dass es sich hierbei um einen traditionellen Stadt-Land-Unterschied handeln dürfte. Insbesondere im Bereich "Mathematik" weisen die Schülerinnen und Schüler von Stralsund bereits seit vielen Jahren grundsätzlich leicht bessere Ergebnisse auf als diejenigen von Rügen. Insofern resultieren die Unterschiede mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht aus dem Inklusionsmodell. Prof. Dr. Hartke führt den Unterschied vielmehr auf die kleineren Schulen auf Rügen zurück.

Bildungsminister Brodkorb dankte allen Lehrerinnen und Lehrern sowie den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für ihr Engagement und die ermutigenden Ergebnisse. Den Schülerinnen und Schülern gratulierte der Minister zu ihren Lernerfolgen.

Weitere Informationen zum Rügener Inklusionsmodell


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