Sachsens Schüler entdecken Museen

Sächsische Schüler aus dem Friedrich-Schiller-Gymnasium Pirna und der Freien Mittelschule Rabenau stellen heute (28. Februar 2009) in der sächsischen Landesvertretung in Berlin ihre Projekte zum Programm "LernStadtMuseeum in Sachsen – Schüler entdecken Museen" vor. In seinem Grußwort erklärte Kultusminister Roland Wöller: "LernStadtMuseum führt Generationen zusammen. Es trägt mit dazu bei, dass unsere wunderbare kulturelle Tradition weiterlebt – in den Köpfen und Herzen derer, die heranwachsen und die eine ganz andere mediale Umwelt erleben, als das noch bei uns der Fall war".

28.01.2009 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Die Schüler aus Pirna haben mit ihrem Projekt "Gläser, Lacke, Marmeladen. Mittelständische Industrie in Pirna zwischen 1945 und 1989" akribisch in den Beständen des Stadtmuseums recherchiert und Zeitzeugen befragt. Herausgekommen ist dabei eine anschauliche, spannende Geschichte über die Industrielandschaft ihrer Heimatstadt und über das Leben und Arbeiten in den Fabriken während der DDR.

Bei dem Projekt "MuseumsWerkstatt Rabenau" haben die Schüler der Freien Mittelschule Rabenau im dortigen Stuhlmuseum beinahe vergessene Handwerkstechniken erlernt. Nach der Präsentation der Zwischenergebnisse haben die Schüler nun noch ein Schuljahr Zeit, um ihre Projekte weiter zu vertiefen.

"LernStadMuseum" ist ein dreijähriges Programm des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Es unterstützt 15 gemeinsame Projekte von Schulen und Museen in ganz Sachsen, vor allem in kleineren Städten und im ländlichen Raum. "Wir müssen in der kulturellen Bildung neue Wege einschlagen. Schule soll nicht länger ein relativ geschlossener Lern-Mikrokosmos sein. Wir wollen die Schule öffnen – gegenüber Unternehmen, Vereinen und eben gegenüber Museen".

Bei der ersten Ausschreibung zum "LernStadtMuseum in Sachsen" hatten sich ursprünglich 68 Schule-Museum-Tandems beworben. Von ihnen erreichten 30 die erste Förderrunde. In die eigentliche Projektphase gelangten dann 15 Tandems, darunter drei Förderschulen, fünf Mittelschulen und sieben Gymnasien. Sie werden mit jeweils bis zu 15.000 EUR unterstützt. Die Schüler der Klassenstufen sieben bis zehn an Förderschulen, Mittelschulen und Gymnasien setzen sich mit vielfältigen Aspekten ihrer Region auseinander – mit Industrie- oder Kulturgeschichte, Naturphänomenen oder Kunst. Ihre Erkenntnisse, Erfahrungen und Ideen verarbeiten sie bis 2010 in Ausstellungen, Filmsequenzen oder Materialien für die Museen.


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