Bayern

Schülerinnen und Schüler an Grundschulen forschen im Heimat- und Sachunterricht

Am heutigen Freitag, 14.10.2011, wird der vierjährige Modellversuch GribS "Grundschulen zur individuellen Förderung bayerischer Schülerinnen und Schüler" abgeschlossen und zugleich der Auftakt für eine bayernweite Umsetzung gegeben. 50 Lehrkräfte wurden bereits zu Beginn des Schuljahres 2011/2012 als GribS-Multiplikatoren ausgebildet.

14.10.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Stiftung Bildungspakt Bayern stellte heute gemeinsam mit den Kooperationspartnern, dem Bayerischen Kultusministerium, den Exklusivpartnern E.ON Bayern Vertrieb GmbH und E.ON Wasserkraft GmbH, den erfolgreichen Schulversuch vor. Eindrucksvoll zeigten Schülerinnen und Schüler, wie der Schulversuch ihren Heimat- und Sachunterricht bereichert hat.

"GribS liegt voll und ganz auf der Grundlinie der bayerischen Bildungspolitik. Sie zeichnet sich für mich vor allem durch die individuelle Förderung des einzelnen Kindes aus. Jedes Kind wird da abgeholt, wo es steht. GribS bietet hierfür differenzierte Lernangebote an", stellt Kultusstaatssekretär und Vorsitzender des Stiftungsvorstandes Thomas Kreuzer anerkennend fest. "Darüber hinaus zielt GribS auf die altersgemäße Anbahnung naturwissenschaftlicher Kompetenzen. Der Unterricht setzt an Alltagsfragen und Alltagsbeobachtungen der Kinder an. Die neugierigen Fragen beantworten sich die Schüler dann meistens selbst."

16 Modellschulen gingen seit 2007 einen innovativen Weg im Heimat- und Sachunterricht: Aus interessanten und anregenden Phänomenen entwickelten die Schülerinnen und Schüler weiterführende Fragen und Forscheraufgaben. Entsprechend ihrem Vorwissen und ihren Fähigkeiten fanden sie dann individuelle Zugänge und durchdrangen das Thema unterschiedlich tief. In motivierend ausgestatteten Laboren für Kinder konnten die Schülerinnen und Schüler eigenständig Versuche durchführen und frei forschen: Manche Kinder informierten sich lieber in der Forscherbibliothek über Versuche, bevor sie anspruchsvolle Expertenaufgaben lösten, oder gingen weiterführenden Fragen nach. So interessieren sich die Kinder beispielsweise dafür, warum Spiegel beschlagen, Wasserläufer auf dem Wasser laufen können und sich nur manche Metalle magnetisieren lassen.

"Seit dem Jahr 2007 sind wir Partner und Förderer des GribS-Projekts", sagte Otmar Zisler, Geschäftsführer der E.ON Bayern Vertrieb GmbH. "Es freut mich sehr, dass wir unseren Beitrag in Form kindgerechter Umweltbildung vor Ort leisten konnten. Mit unserer sogenannten Energiespar-Tour für Kinder, einem eigens entwickelten mobilen Infozentrum, sind wir mit ausgewiesenen Fachleuten an Bord zu den Schulen gefahren und haben bereits die Kinder sensibilisiert, wie wichtig umweltschonendes und energiesparendes Verhalten ist," so Zisler.

"Die frühzeitige Umweltbildung unserer Kinder stellt eine wesentliche Aufgabe der ganzen Gesellschaft dar. Auch wir leisten unseren Beitrag. Mit vielen Kraftwerksführungen in unseren Wasserkraftwerken unterstützen wir als Energieerzeuger die Schulaktionen und machen regenerative Stromerzeugung wortwörtlich begreifbar", erklärte Christof Gattermann, Geschäftsführer der E.ON Wasserkraft GmbH.

Prof. Dr. Andreas Hartinger von der Universität Augsburg begleitete GribS und zieht aus wissenschaftlicher Sicht eine erfreulich positive Bilanz: "Gemeinsam mit den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern haben wir den Heimat- und Sachunterricht so weiterentwickelt, dass alle Kinder ihr Vorwissen und ihre Erfahrungen in den Unterricht einbringen und als Ausgangspunkt für individuelle Lernwege nutzen können. Die Klasse wird so eine Forschergemeinschaft von Schülern und Lehrkraft. Die Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass damit eine echte individuelle Förderung für jedes Kind gelingt." Einen aufschlussreichen Einblick in den schulischen Alltag von GribS gibt der Film "GribS", der in dem Forscherlabor der Modellschule Großberg gedreht wurde. Neben informativen Stellungnahmen der Lehrerinnen wird die Art und Weise transparent, wie Grundschulkinder naturwissen-schaftliche Themen angehen und erforschen. Interessierte finden voraussichtlich ab 19.10.2011 die Dokumentation auf der Internetseite der Stiftung Bildungspakt Bayern (http://www.bildungspakt-bayern.de/projekte/gribs).

Fotos der Veranstaltung können unter www.froggypress.de (Kennwort kumpr) kostenfrei heruntergeladen werden.


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