Baden-Württemberg

Schülerzahl an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen geht erneut um 2 Prozent zurück

Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes besuchen im aktuellen Schuljahr 2010/11 ca. 1 112 800 Schülerinnen und Schüler eine öffentliche allgemeinbildende Schule in Baden-Württemberg. Das sind nahezu 22 700 oder 2 Prozent weniger als im Vorjahr, als die Schülerzahl noch bei rund 1 135 500 lag und ebenfalls um 2 Prozent gesunken war. Damit hat sich der seit dem Schuljahr 2003/04 abnehmende Trend weiter fortgesetzt.

17.02.2011 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die Schülerzahl an den öffentlichen Grundschulen sank im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf gut 379 400. Rund 146 800 Schülerinnen und Schüler besuchen die Werkrealschulen und Hauptschulen. Diese Schülerzahl liegt 3 Prozent unter der Schülerzahl an den öffentlichen Hauptschulen des Vorjahres. Im laufenden Schuljahr besuchen rund 36 000 Schülerinnen und Schüler eine Hauptschule und rund 110 800 eine Werkrealschule. Die neue Werkrealschule wurde zum Schuljahr 2010/11 für die Klassenstufen 5 bis 8 eingeführt. In der Schulstatistik werden allerdings alle Schülerinnen und Schüler dieser Schulen der Werkrealschule zugeordnet.

An den öffentlichen Sonderschulen ist die Schülerzahl insgesamt um gut 2 Prozent auf rund 37 900 gesunken. Dies liegt hauptsächlich an den öffentlichen Förderschulen, die von mehr als der Hälfte (53 Prozent) aller Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Sonderschulen besucht werden. Die Schülerzahl an diesen Förderschulen hat um knapp 900 Schüler bzw. gut 4 Prozent abgenommen.

Die Schülerzahl an den öffentlichen Realschulen liegt mit gut 231 900 um 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. An den öffentlichen Gymnasien ist die Schülerzahl mit gut 312 000 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

Die Klassenstärken an den öffentlichen Schulen schwanken stark zwischen den einzelnen Schularten. So werden nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes im aktuellen Schuljahr an den Grundschulen durchschnittlich 20,1 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse unterrichtet (Vorjahr 21,2). An den Werkrealschulen und Hauptschulen sitzen im Schnitt 19,3 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse; an den Hauptschulen sind es durchschnittlich 18,1 Schüler je Klasse und und an den Werkrealschulen durchschnittlich 19,7 Schüler je Klasse. Die durchschnittlichen Klassenstärken an den öffentlichen Realschulen sind von 27,1 auf 26,4 gesunken. An den öffentlichen allgemeinbildenden Gymnasien sind durchschnittlich 27,1 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse (Vorjahr 27,3). Dem Förderbedarf der Schülerinnen und Schülern entsprechend liegt die durchschnittliche Klassenstärke an den öffentlichen Sonderschulen des Landes mit 8,5 deutlich niedriger als an den anderen Schularten.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden