Sachsen-Anhalt

Schulabbrüche werden weniger

"Gemeinsam Perspektiven entdecken!" lautete das Motto einer landesweiten Fachkonferenz zum Programm "Schulerfolg sichern" am Mittwoch, den 17. September in Magdeburg. Nach fünf Jahren zogen Jugendhilfe und Schulen im Magdeburger Moritzhof eine positive Bilanz.

17.09.2014 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Ein erster Erfolg ist die konstant rückläufige Tendenz der Quote an Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss in Sachsen-Anhalt: Im Schuljahr 2012/2013 unterschritt sie mit 9,8 % erstmals seit 2009 die 10 Prozent-Marke. Noch deutlicher sank die Zahl der Schulabbrüche an Sekundarschulen, die am Programm beteiligt waren (5,6 % im Schuljahr 2012/2013 im Vergleich zu Nicht-Projektschulen mit 8,6 %).

Stephan Dorgerloh, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, konstatiert zufrieden: "Unser Programm hat in den letzten fünf Jahren gezeigt, dass wir bei der Weiterentwicklung der Schulkultur in Sachsen-Anhalt erfolgreich sein können. Erstmals ist es uns gelungen, den Anteil der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss auf unter zehn Prozent zu drücken. Das ist schon ein Erfolg, reicht aber noch nicht aus.

Junge Menschen, die von Schulabbruch oder Schulversagen bedroht sind, müssen intensive und vielfältige pädagogische Begleitung und Hilfe durch Schulsozialarbeiter, Beratungslehrer sowie Netzwerkpartner erhalten. Deshalb freue ich mich, dass es gelungen ist, die Fortsetzung der Maßnahmen lückenlos zu organisieren. Denn es bleibt für uns von zentraler Bedeutung, jeder Schülerin, jedem Schüler das persönliche Maximum, den individuell höchstmöglichen Abschluss zu ermöglichen. Das ist letztlich auch eine Frage praktizierter Bildungs- und Chancengerechtigkeit", so Stephan Dorgerloh weiter.

Über fünfzig Vertreter aus Schulen, von freien Trägern und aus dem Partnernetzwerk von Schulen präsentierten an Marktständen, einer Veränder-Bar und in Gesprächsrunden die in fünf Jahren entwickelten Innovationen zur Sicherung des Schulerfolgs.

Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, verweist auf zentrale Erfolgsfaktoren des Programms: "Immer dann, wenn es gelingt, dass Schule und Jugendhilfe gut zusammenwirken, klare fachliche Ziele gemeinsam ausgehandelt werden und unterschiedliche Professionen sich kontinuierlich über die angeschobenen Prozesse austauschen, sind die Projekte erfolgreich. Und natürlich braucht es Mut, sich auf unbekanntes Terrain zu begeben."

Anlässlich der Fachkonferenz wird die Publikation "Schulerfolg erleben – Schule und Jugendhilfe begleiten Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg" präsentiert. Die Broschüre illustriert anhand von ca. 50 Praxisbeispielen, wie Lernen durch die Kooperation von Schule und Jugendhilfe erfolgreicher gelingen kann.

Weitere Informationen zum Programm "Schulerfolg sichern!"

Zentrale Koordinierungsstelle "Schulerfolg" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Regionalstelle Sachsen-Anhalt, Sophie Schäfer, Tel. 0391/56 28 77 18, E-Mail: sophie.schaefer@dkjs.de.

Das Landesprogramm Schulerfolg sichern! des Kultusministeriums ist aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert und wird gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung als Zentrale Koordinierungsstelle im Land Sachsen-Anhalt umgesetzt.


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