Hamburg

Schulbehörde prognostiziert mehr Lehrerstellen

Die Schulbehörde rechnet mit einem weiteren Stellenzuwachs an den allgemeinbildenden Schulen, insbesondere an den Grundschulen. Behördensprecher Peter Albrecht tritt damit Spekulationen über die Folgen von überarbeiteten Sozialindizes an den Grundschulen entgegen.

22.03.2013 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Albrecht: "Zahlreiche Reformen mit vielen unterschiedlichen Effekten führen in den nächsten vier Jahren zu einem leichten Zuwachs von Lehrerstellen. Es entsteht ein falsches Bild, wenn man nur die negativen Effekte betrachtet und die positiven ausblendet Insgesamt ist mit einem Stellenzuwachs von mindestens 16 Stellen (+ 0,13 Prozent) zu rechnen, weil eine durch die neuen Sozialindizes ausgelöste Verringerung von 55 Stellen (- 0,4 Prozent) ausgeglichen wird von einem Stellenzuwachs von 71 Stellen (+0,58 Prozent) aufgrund der ebenfalls über die Sozialindizes gesteuerten Absenkung der Klassenfrequenzen. Weitere Effekte wie Inklusion und Ganztagsangebote werden die Ausstattung der Schulen eher noch stärker verbessern."

Albrecht tritt damit Spekulationen entgegen, dass mit der Einführung überarbeiteter Sozialindizes Lehrerstellen an den Schulen abgebaut werden. Albrecht: "Hier werden absurde Berechnungen angestellt, die niemals eintreten können. Denn in diesen Berechnungen werden gezielt nur die negativen Veränderungen beschrieben und alle positiven Veränderungen ausgeblendet. Dadurch wird der Eindruck erweckt, es würden Stellen abgebaut. Das Gegenteil ist richtig. Wenn alle Effekte sorgfältig berücksichtigt werden, ergibt sich ein weiterer Anstieg der Lehrerstellen verglichen mit dem jetzigen Schuljahr 2012/2013. Diese Steigerung ergibt sich sogar, wenn man weitere positive Effekte auf die Zahl der Lehrerstellen im Zusammenhang mit der Einführung der Inklusion und neuen Ganztagsschulen ausblendet."

Der Sozialindex beschreibt die soziale Lage der Schülerschaft jeder Schule und beeinflusst die Ausstattung mit Lehrkräften. Schulen in schwieriger sozialer Lage bekommen mehr Lehrerstellen zugewiesen. Weil sich in den letzten Jahren die Schulstruktur und die soziale Lage der Stadtteile verändert hat, hatte die Behörde eine neue wissenschaftliche Untersuchung der sozialen Lage der Schülerschaft in Auftrag gegeben. Im Ergebnis wurde die soziale Lage der Schülerschaft im Vergleich zu den Erhebungen von 2003 und 2005 an Grundschulen und Gymnasien etwas besser, an Stadtteilschulen etwas schlechter eingestuft. Bei 64 Grundschulen der 192 Grundschulen hat sich die soziale Lage der Schülerschaft verbessert, bei 42 Grundschulen dagegen verschlechtert. Bei zehn der 57 Stadtteilschulen hat sich die soziale Lage der Schülerschaft gegenüber der letzten Erhebung verbessert, bei 19 Stadtteilschulen dagegen verschlechtert. Bei den 60 Gymnasien hat sich die soziale Lage in 18 Fällen verbessert und in fünf Fällen verschlechtert.


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