Schule gelingt besser, wenn Eltern und Lehrer gemeinsam Verantwortung übernehmen

Mehr Miteinander und weniger Gegeneinander - dafür haben sich heute die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands (BEV), Isabell Zacharias, und der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, ausgesprochen. Sie betonten, dass "die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern intensiviert und verbessert werden muss. Schule kann besser gelingen, wenn beide Seiten gemeinsam Verantwortung übernehmen." Gemeinsam richteten sie den Appell an Eltern und Lehrer, zu kooperieren und regelmäßig das Gespräch zu suchen.

30.07.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

"Eltern und Lehrer sind Vorbilder für Kinder und Jugendliche. Wenn ihnen ein fairer Umgang gelingt, können Schüler davon nur profitieren", erklärten die Verbandsvorsitzenden. Schüler erlebten dann, dass es möglich ist, Konflikte zu klären und gemeinsam Lösungen zu finden. "Das ist in einer Zeit, in der der Umgangston schärfer und die Probleme komplexer geworden sind, nötiger denn je." Verstärkte Kooperation zwischen Eltern und Lehrern helfe außerdem, Probleme abzuwenden, noch bevor sie entstehen.

Leider sei der Schulalltag von vielen Konflikten geprägt. Schüler fühlten sich mit ihren Sorgen und Nöten oft allein gelassen, weil sich an den Schulen zu viel um Noten und Berechtigungen drehe und ganzheitliche Bildung wenig Chancen habe. Die Klassen seien zu groß und die Lehrpläne zu voll. Grundsätzlich stehe für ertragreiche Lern- und Bildungsprozesse zu wenig Zeit zur Verfügung und die Schulen brauchten mehr Personal. Schüler und Eltern nähmen den Lehrer nicht als Helfer wahr, sondern als eine Person, die nach Fehlern sucht, Bewertungen erteilt und Entscheidungen über Lebenschancen der Kinder trifft. "Das muss sich ändern", forderten Zacharias und Wenzel übereinstimmend.

Die Politik solle nicht auf Auslese setzen, sondern auf Bildung. Schule müsse Lebensraum für Kinder und Jugendlich sein. Dazu gehöre es auch, Beziehungen unter Schülern nicht durch ständige Aus- und Umsortierprozesse zu zerstören und den Austausch zwischen Eltern und Lehrern zu fördern.


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