VBE NRW

Schule schwänzen vor den Ferien ist tabu

Kurz vor den Ferien fehlen in vielen Schulen regelmäßig Kinder. Die Entschuldigung der Eltern lautet dabei häufig: Mein Kind ist krank. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW kritisiert diese eigenmächtige Ferienverlängerung. "Schule schwänzen ist kein Kavaliersdelikt", macht Udo Beckmann, VBE-Vorsitzender, klar.

05.07.2012 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Dass Urlaubsreisen billiger sind, wenn sie ein paar Tage vor Ferienbeginn angetreten werden, sei bekannt, sagt Beckmann. Das dürfe aber für Eltern kein Grund sein, die Ferien eigenmächtig zu verlängern und gegen die bestehende Schulpflicht zu verstoßen: "Was viele vergessen: Das eigenmächtige Herausnehmen des Kindes kann mit einer Geldstrafe geahndet werden – die kann gerne mal ein paar hundert Euro betragen. Die Einsparung durch den früheren Urlaubstermin ist damit ganz schnell aufgezehrt."

Außerdem sei so ein Verhalten auch ein schlechtes Beispiel für die Schüler, so Beckmann. Vielen Kinder würde dadurch der Eindruck vermittelt, dass schwänzen gar nicht so schlimm ist. "Deswegen sollten Eltern mit gutem Beispiel voran gehen und ihr Kind nicht vor dem offiziellen Ferienbeginn aus der Schule herausnehmen", mahnt Beckmann. Anders würden sie ihrem Kind genau das Gegenteil beibringen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden