Schulische Prävention ja - aber wie?

Wie können Kinder und Jugendliche lernen, mit täglichen Herausforderungen wie Gruppendruck, Schulstress, Konsumorientierung oder auch Gefahren wie die Verfügbarkeit von Drogen umzugehen?

07.03.2006 Pressemeldung Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg

Das Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg (LISUM Bbg) wird am kommenden Mittwoch (8. März 2006) auf der Fachtagung "Prävention im Team" das von einer interministeriellen Arbeitsgruppe entwickelte Rahmenkonzept für die Präventionsarbeit der Schulen des Landes Brandenburg vorstellen. Allgemeines Ziel von Prävention im Rahmen des Bildungsauftrags ist, Kinder und Jugendliche in die Lage zu versetzen, eigenverantwortlich und sachgerecht mit Herausforderungen, Konflikten und Problemen umzugehen. Das ganzheitliche Konzept "Prävention im Team" will durch Erweiterung und Bündelung aller Präventionsfelder Wege aufzeigen, wie Präventionsarbeit durch Entwicklung von Lebenskompetenz in der Schule geleistet werden kann. Die Entwicklung von Lebenskompetenzen in der Schule fußt auf der Erkenntnis, dass Heranwachsende Fähigkeiten erwerben, die ihnen helfen, mit Anforderungen und Herausforderungen des täglichen Lebens umzugehen, z.B. die eigene körperliche Erscheinung zu akzeptieren, sich emotional vom Elternhaus abzukoppeln oder auch mit Gruppendruck, Konsumorientierung, Verfügbarkeit von Drogen, persönliche Krisen und Schulstress umzugehen.

"Bislang geht Präventionsarbeit von einzelnen Schulen aus und die Schulen wur-den in den einzelnen Präventionsfeldern durch Berater im sogenannten BUSS-System und durch Polizei, Vereine etc. bei Bedarf unterstützt", so Dr. Jan Hofmann, Direktor des LISUM Bbg. Der neue ganzheitliche Ansatz von Prävention im Team geht davon aus, dass zukünftig Präventionsarbeit im Rahmen der Schul-programmarbeit fest im Unterricht und im Schulleben etabliert wird. Daher werden wir uns auf dieser Fachtagung mit solchen Fragen beschäftigen, wie Beraterinnen und Berater die Präventionsarbeit in der Schule unterstützen und so zur Entwicklung eines kooperativen Fort- und Beratungsangebotes für die gesamte Region beitragen können."

Der Leiter der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates, Johannes Huber, wird mit Expertinnen und Experten des LISUM Bbg, des Ministeriums des Innern, des Gesundheits- und des Bildungsministeriums sowie den Vertretern aus den staatlichen Schulämter, der Polizei und den Präventionseinrichtungen des Landes über Eckpunkte der Präventionsarbeit diskutieren. Weiterhin wird in Arbeitsgruppen beraten, wie Projektideen für Unterricht und Schulleben entwickelt werden können.

Bereits Ende 2005 wurde vom Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg die Publikation "Prävention im Team" im Auftrag der Landesregierung Brandenburg erarbeitet und herausgegeben. Anliegen der Broschüre ist es, die Schulen bei ihren präventiven Maßnahmen durch die Bündelung und Koordinierung von Ressourcen zu unterstützen und sie gleichzeitig mit neuen Impulsen zu versehen. Den Lehrkräften wird so die Möglichkeit gegeben, kompetente Partner einzubeziehen, die u. a. Gewalt, Sucht, Verkehr, Persönlichkeitsentwicklung, Rechtspädagogik, Verbraucherschutz etc. thematisch behandeln können. Sie richtet sich an Lehrkräfte, Erzieher, Mitarbeiter von Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Eltern. Die Publikation steht im Internet auf dem Brandenburgischen Bildungsserver www.bildung-brandenburg.de zur Verfügung und kann so ständig aktualisiert werden. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird die Publikation als Druckfassung den Schulen vorliegen. An der Erstellung der Broschüre wirkten neben Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg (LISUM Bbg), dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) das Ministerium des Innern (MI), das Landeskriminalamt (LKA), der Landespräventionsrat (LPR), das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie (MASGF), das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung (MIR), das Ministerium der Justiz (MdJ) und das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV), die Aktion Kinder- und Jugendschutz, die Landesarbeitsstelle Brandenburg e. V. (AKJS), das Landesamt für Arbeitsschutz (LAS), die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB), und die Zentralstelle für Suchtprävention in der Brandenburgischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren e. V. mit.

Für Ihre Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Ulrike Kahn
Referentin für übergreifende Themenkomplexe
Tel. 03378 209-235
E-Mail: .


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