Hamburg

Schulsenator Rabe setzt sich für klare Leistungsorientierung der Gymnasien ein

Schulsenator Ties Rabe hat sich auf dem Neujahrsempfang der Hamburger Gymnasien für eine klare Leistungsorientierung der Hamburger Schulen ausgesprochen: "Wir haben in den letzten vier Jahren Schritt für Schritt am Thema Leistungsstandards und Leistungsbereitschaft gearbeitet. Ich bin überzeugt: Eine Schule, die konsequent Leistung fordert und auf Leistung setzt, handelt im Sinne unserer Kinder, sie handelt sozial gerecht und zugleich kindgerecht!"

18.01.2015 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Rabe dazu: "Kinder aus bildungsnahen Elternhäusern bringen meist genug Leistungsbereitschaft mit. Das trägt sie erfolgreich durch das Schulsystem. Anders ist es oft bei den Kindern, die diese Orientierung nicht von zuhause mitbekommen. Hier sind Vorgaben, Ansporn und Förderung sehr wichtig, um zu verhindern, dass ihre Talente verkümmern und sich nicht entfalten können. Deshalb: Wer Kinder unterfordert, handelt sozial ungerecht!"

Der Schulsenator trat auch Befürchtungen entgegen, ein höherer Leistungsanspruch würde Kinder unglücklich machen und ihnen die Kindheit rauben: "Wo steht denn eigentlich geschrieben, dass eine Kindheit nur dann glücklich ist, wenn ein Kind außerhalb der Schule zu Hause am Smartphone, PC oder Fernseher, beim Klavierunterricht oder beim berühmten "Chillen" seine Zeit verbringt? Der zentrale Motor einer guten Kindheit ist doch nicht das Ausruhen, sondern vielmehr das Leben, die Entdeckung der eigenen Fähigkeiten, des eigenen Könnens, das Überschreiten scheinbar natürlich gesetzter Grenzen der eigenen Fähigkeiten. Das Glücksgefühl, beispielsweise im Fußball ein Tor zu schießen, ist doch allemal höher als zuzuschauen. Deshalb bin ich überzeugt: Eine Schule, die auf Leistung setzt – und es richtig macht – die macht auch glücklich."

Rund 400 Schulleiter, Stellvertreter und Abteilungsleiter aus Hamburgs Gymnasien waren in die Gelehrtenschule des Johanneums (Winterhude) gekommen. Rabe dankte in diesem Zusammenhang den Schulleitern für ihren Einsatz. Erste Erfolge seien deutlich erkennbar. So hätte die Leistungsspitze unter den Abiturienten im Vergleich von 2007 zu 2012 deutlich zugelegt. Zudem hätten Hamburgs Abiturienten zum ersten Mal gleiche Prüfungsteile gemeinsam mit sechs anderen Bundesländern in der schriftlichen Abiturprüfung bewältigt. Schulsenator Rabe: "Das sollte uns Mut machen. Hamburgs Schulen sind auf einem guten Weg in die richtige Richtung. Hier haben alle – gerade Sie als Schulleitungen und Leitungsteams – in den letzten Jahren Großartiges geleistet."

Hamburg hat 60 staatliche Gymnasien mit rund 53.000 Schülerinnen und Schülern sowie rund 4.000 Lehrkräften.


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