Schulsozialarbeit muss fortgeführt werden
Bildungsministerin Martina Münch und Staatssekretärin Tina Fischer, Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, begrüßen die heutige Entscheidung des Bundesrates zur Fortführung der Schulsozialarbeit durch den Bund.
03.05.2013 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgBildungsministerin Martina Münch: "Wir brauchen mehr Chancengleichheit im Bildungsbereich das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Bund muss mehr als bisher gemeinsam mit den Ländern und den Kommunen Verantwortung für Bildung übernehmen. Die Stärkung der Schulen mit Schulsozialarbeitern spielt hierbei eine wichtige Rolle", so Münch. "Sozialarbeit an Schule ist aber viel mehr als der Versuch, schwierige Schüler zu integrieren Sozialarbeit unterstützt alle Schülerinnen und Schüler."
Staatssekretärin Tina Fischer, Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund: "Ich freue mich über das Ergebnis, denn es ist wichtig, dass gute und erfolgreiche Programme vor Ort nicht auslaufen. Die direkte und möglichst frühe Unterstützung von Schülerinnen und Schülern ist ein wesentlicher Schlüssel dafür, dass möglichst viele Kinder gute Bildungschancen auch realisieren können."
Die von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz angestoßene Initiative zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch, die heute von einer deutlichen Mehrheit der Bundesländer darunter auch Brandenburg im Bundesrat verabschiedet wurde, fordert die Bundesregierung auf, die Kommunen bei der Schulsozialarbeit und dem Mittagessen in Horteinrichtungen auch über das Jahr 2013 hinaus weiter langfristig finanziell zu unterstützen.
Die Kommunen im Land Brandenburg erhalten von der Bundesregierung in den Jahren 2011 bis 2013 etwa 15 Millionen Euro, die unter anderem für die Finanzie-rung von Schulsozialarbeitern verwendet werden.
Das Land Brandenburg unterstützt die Kommunen unabhängig vom Bildungs- und Teilhabepakets schon seit langem bei der Schulsozialarbeit. Das Jugendministerium fördert die Jugend- und Jugendsozialarbeit im Rahmen des "510-Stellen-Programms" jährlich mit insgesamt rund fünf Millionen Euro. Diese Mittel stehen auch in den kommenden Jahren zur Verfügung. Die Landkreise und kreisfreien Städten haben sich im Gegenzug verpflichtet, mindestens ein Viertel der 510 Stellen in die Sozialarbeit an Schulen zu stecken. Sozialarbeit an Schulen findet im Land Brandenburg an 47 Grundschulen, 93 Oberschulen, 12 Gesamtschulen, 9 Oberstufenzentren und 36 Förderschulen statt.
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