"Sie bieten vielfältige pädagogische Chancen"

Jahrgangskombinierte Klassen bieten vielfältige pädagogische Vorzüge, betont das Bayerische Kultusministerium in der aktuellen Diskussion um die sog. "Kombiklassen".

25.07.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Zum Beispiel nehmen bei einer Kombination der Jahrgangsstufen 1 und 2 die Zweitklässler die Schulanfänger an die Hand und führen sie in die Rituale an der Schule ein. Sie begleiten und unterstützen sie beim Lernen. Dabei bauen die Zweitklässler selbst Verantwortungsbewusstsein auf und üben sich in der erfolgreichen Weitergabe von Wissen und Kenntnissen. Erst- und Zweitklässler lernen, alters- und entwicklungsgerecht miteinander kleine Projekte zu erarbeiten.

Damit die Kinder je nach ihrem Lernstand gezielt gefördert werden können, erhält die Klasse mindestens fünf zusätzliche Lehrerstunden pro Woche. Vielerorts wurden jahrgangskombinierte Klassen auf Wunsch der Eltern eingerichtet, z.B. in Stockdorf, in Augsburg und Bruckmühl. Derzeit bestehen in Bayern rund 325 jahrgangskombinierte Klassen. An den Schulstandorten, an denen die nötige Anzahl von Kindern für eine Klassenbildung nicht zusammen kommt, sichern jahrgangskombinierte Klassen den wohnortnahen Schulbesuch. Dies geschieht z.B. an den Grundschulen Ofterschwang, Oberfahlheim, Neualbenreuth und Ehingen.

Bereits in der reformpädagogischen Bewegung war der jahrgangskombinierte Unterricht – gemeint ist nicht die Landschule des 19. Jahrhunderts – ein bevorzugtes Modell für ein möglichst lebensnahes und erfolgreiches Lernen in guter sozialer Atmosphäre.


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