Solidarität mit streikenden Schülerinnen und Schülern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft begrüßt die Teilnahme bayerischer Schülerinnen und Schüler am morgigen bundesweiten Aktionstag für bessere Schulen.

11.11.2008 Bayern Pressemeldung GEW Bayern

In München und Nürnberg werden Schulstreiks stattfinden um auf die Probleme in den Schulen aufmerksam zu machen. "Es entspricht unserem demokratischen Grundver-ständnis, wenn junge Menschen aktiv werden und für gute schulische Bildung auf die Straße gehen", so Gele Neubäcker, Vorsitzende der GEW Bayern. "Viele Forderungen der Schülerinnen und Schüler sind auch unsere Forderungen, z. B. die nach besseren Bildungschancen für ärmere Jugendliche und für Migrantinnen und Migranten. ´Kostenlose Bildung für alle´, ´kleinere Klassen´, ´Abschaffung von Kopfnoten´, ´weg mit dem dreigliedrigen Schulsystem´. Auch über diese und weitere Forderungen besteht Konsens zwischen den Schülerinnen und Schülern und der GEW, und weit darüber hinaus.

Daher unterstützen wir den Aktionstag und haben Respekt vor den Jugendlichen, die sich aktiv in die Politik einmischen und für eine demokratische Schule einsetzen."

An die Schulleiter und Schulleiterinnen appelliert die GEW, den Dialog mit den Schülerinnen und Schülern zu suchen, auch und besonders mit denen, die wegen ihrer Beteiligung am Aktionstag Unterricht versäumen.

Die Inhalte des Protests bieten viele Möglichkeiten zur Auseinandersetzung im Unterricht, in unterschiedlichen Formen und Fächern. Die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an den Aktionen ist als begründeter Ausnahmefall zu bewerten, der den Bildungsauftrag der Schule nicht ernsthaft gefährdet, sondern im Gegenteil wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Zivilcourage und demokratische Beteiligung ermöglicht.

Ansprechpartner

GEW Bayern

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