Schleswig-Holstein

"Soziales Lernen steht ganz oben auf der Tagesordnung"

"In den Gemeinschaftsschulen zählt nicht nur der Wettbewerb um die besten Noten, das soziale Lernen steht ganz oben auf der Tagesordnung", sagte heute (19. März) Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud ´Wara´ Wende auf dem 2. Gemeinschaftsschultag in Büdelsdorf und betonte, weil sie sich starke Gemeinschaftsschulen wünsche, habe sie die Weichen bereits entsprechend gestellt: Die Zahl der Differenzierungsstunden, - die die Vorgängerregierung halbiert hatte -, habe sie wieder auf fünf Stunden erhöht. Zudem werde es mehr Oberstufen an den Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein geben: "Erste Signale haben wir den Schulen bereits gegeben." Zu den Gemeinschaftsschulen, die sich zum Schuljahr 2014/15 auf eine Oberstufe einrichten könne, gehöre auch die Heinrich-Heine-Gemeinschaftsschule in Büdelsdorf.

19.03.2013 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Wir erhöhen die Zahl der Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen von bisher 25 auf bald 34. Denn wir wissen, dass so mehr junge Menschen im Land zum Abitur geführt werden können. Wir dürfen Potenziale nicht ungenutzt lassen", hob die Ministerin hervor. Sie sagte aber auch, nicht alle Gemeinschaftsschulen im Land könnten eine Oberstufe bekommen; um dennoch den Weg zum Abitur glaubwürdig gestalten zu können, solle diesen Schulen aber mit dem neuen Schulgesetz Kooperationen mit den Oberstufen anderer Schulen ermöglicht werden. "Eine Gemeinschaftsschule ohne Oberstufe darf, soll und muss sich nicht als Gemeinschaftsschule zweiter Klasse fühlen", betonte die Bildungsministerin.

"Wir wollen das gemeinsame Lernen wieder zum durchgängigen Prinzip an Gemeinschaftsschulen machen", sagte Wende und machte deutlich, dass sie sich dabei durch das Votum der Bildungskonferenz gestärkt fühle: Keine neuen abschlussbezogenen Klassenverbände mehr, aber Bestandsschutz für bestehende; gemeinsames Lernen in der Jahrgängen 5 und 6 und ab Jahrgang 7 äußere Differenzierung in einzelnen Fächern. "Ich habe zugesagt, mich zur Botschafterin dieser Voten zu machen. Das mache ich, und am Ende entscheidet der Landtag", sagte die Ministerin. Sie fügte hinzu, das Land brauche auch starke Gymnasien und sprach von gleichwertigen, aber nicht gleichartigen Wegen zum Abitur: "Das Ziel ist, immer mehr junge Menschen zu einem möglichst hohen Schulabschluss zu führen."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden