Hamburg

Start ins neue Schuljahr: 1.052 mehr Erst- und Fünftklässler

Das Schuljahr 2014/15 wird ein besonders Jahr: Verglichen mit dem Schuljahr 2013/14 steigt die Zahl der Erstklässler an den staatlichen Schulen in den künftigen ersten Klassen um 543 auf 13.769 und in den künftigen fünften Klassen um 509 auf 12.598.

15.04.2014 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Trotz dieser hohen Schülerzuwächse und trotz der freien Schulwahl in Hamburg können fast alle künftigen Erst- und Fünftklässler die von ihnen gewählten Wunschschulen besuchen. Schulleitungen und Schulbehörde ist es gelungen, 95,8 Prozent der Erstklässler an ihren Wunschschulen einzuschulen (Vorjahr 94,2 %).

An den 58 Stadtteilschulen werden 5.822 Schülerinnen und Schüler eingeschult (2013/14: 5.946). Hier konnten 91,8 % der Erstwünsche erfüllt werden (Vorjahr: 92,7 %). Von 7.134 Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien (Vorjahr: 6.530) konnten 96,8% (Vorjahr: 98,1%) an ihrer Wunschschule eingeschult werden. Schulsenator Rabe hat das Startzeichen für den Versand von rund 35.000 Briefen an die Eltern der zukünftigen Vorschüler, Erst- und Fünftklässler gegeben.

An den staatlichen Grundschulen werden insgesamt 654 erste Klassen mit durchschnittlich 21,1 Kindern eingerichtet, 17 Schulklassen mehr als im letzten Schuljahr. Die durchschnittliche Klassengröße der Grundschulen mit sozial benachteiligter Schülerschaft liegt bei 18,3 Schülerinnen und Schülern, in den übrigen Grundschulen bei 22,3. Damit werden die gesetzlich festgelegten Klassenobergrenzen von 19 bzw. 23 Schülerinnen und Schülern eingehalten. Lediglich in 35 Klassen (Schuljahr 2013 41 Klassen) werden die Obergrenzen minimal überschritten, um den Kindern kurze Schulwege zu ermöglichen. Aus den gleichen Gründen erreichen umgekehrt 108 Klassen nicht einmal die Mindestgröße von 17 bzw. 21 Schülerinnen und Schülern.

An den 58 Stadtteilschulen werden 266 Klassen geplant. (Schuljahr 2013/14: 271 Klassen). Die Klassenfrequenz beträgt im Durchschnitt genau wie an den Grundschulen 21,1 Schülerinnen und Schüler pro Klasse (Schuljahr 2013/14: 21,9) und liegt damit deutlich unter der Sollobergrenze von 23 Schülerinnen und Schülern. Sieben Stadtteilschulen planen zwölf Klassen, in denen die aufgrund der regionalen Versorgung oder zur Vermeidung eines unzumutbar langen Schulweges jeweils Schülerinnen und Schüler mehr als 23 Kinder unterrichtet werden. 16 Stadtteilschulen richten dagegen 24 Klassen ein, die noch kleiner sind als die Mindestgröße von 21 Schülern pro Klasse, hier liegt der Durchschnitt bei 19,5 Schülern je Klasse.

Deutlich größer sind die neuen 262 (Vorjahr: 244) fünften Klassen der Gymnasien. Durchschnittlich befinden sich 27,2 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse (Schuljahr 2013/14: 26,7). Sechs Gymnasien planen insgesamt acht Klassen, in denen zur Vermeidung unzumutbarer Schulwege mehr als 28 Kinder unterrichtet werden. Umgekehrt richten acht Gymnasien 25 Klassen unter der Mindestgröße von 26 Schülern je Klasse ein, hier liegt der Durchschnitt bei 24,25 Schülern pro Klasse.

151 Schülerinnen und Schüler besuchen insgesamt neun fünfte Klassen an 6-järhigen Grundschulen. Hier liegt die Klassengröße sogar bei nur 16,8 Schülerinnen und Schülern. Die meisten dieser Schülerinnen und Schüler sowie rund 800 Schülerinnen und Schüler der Gymnasien verlassen nach Klasse 6 ihre Schule und wechseln auf die Stadtteilschulen, so dass sich dann die Klassengrößen beider Schulformen einander annähern.

Vorschulklassen

8.050 Kinder werden in insgesamt 398 Vorschulklassen aufgenommen. Das sind 318 Kinder und 13 Klassen weniger als im Vorjahr.

Grundschulen

Nach der Schulorganisation starten 17 Hamburger Grundschulen mit mehr als 100 Erstklässlern in das kommende Schuljahr. Die größten Grundschulen sind die Ganztagsgrundschule Sternschanze (137), die Schule in der Alten Forst in Eißendorf (136) und die Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup (133). Eine Reihe von Grundschulen ist deutlich zu klein, um alle gewünschten Schulbesuche zu ermöglichen. Besonders viele Schülerinnen und Schüler mussten abgewiesen werden von den Schulen Schule Richardstraße in Eilbek (-33), Elbinselschule in Wilhelmsburg (-32), Schule Kielortallee in Eimsbüttel (-30), Max-Brauer-Schule in Bahrenfeld/Ottensen (-28) sowie Louise Schroeder Schule in Altona-Altstadt (-27). Schwieriger geworden ist die Situation in den Kernbereichen von Eimsbüttel und Altona sowie im Bereich Wellingsbüttel-Sasel: Ein großer Teil der zusätzlichen Grundschüler konzentriert sich auf diese vergleichsweise kleinen Gebiete. Für 15 Schulklassen werden mobile Klassenräume aufgestellt, weil die an vielen Schulen eingeleiteten Baumaßnahmen kaum noch Platz für zusätzliche Klassen lassen.

Stadtteilschulen

Bei den Stadtteilschulen zeigt sich eine deutliche Konzentration auf bekannte frühere Gesamtschulen oder besonders profilierte Schulen zu Lasten neu gegründeter Stadtteilschulen. Die meisten Fünftklässler besuchen im kommenden Schuljahr die Stadtteilschulen Julius-Leber-Schule (185), die Gyula Trebitsch Schule Tonndorf (184), die Stadtteilschule Fischbek/Falkenberg (165), die Heinrich-Hertz-Schule (162), die Goethe-Schule-Harburg (161) und die Stadtteilschule Bergedorf (ebenfalls 161).

Aufgrund fehlender Klassenräume mussten folgende Schulen besonders viele Schülerinnen und Schüler abweisen: Goethe-Schule-Harburg (-64), Julius-Leber-Schule in Schnelsen (-61), Nelson-Mandela-Schule in Kirchdorf (-53), Stadtteilschule Blankenese (-43). Umgekehrt erreichen zwei Stadtteilschulen nicht die im Schulgesetz vorgesehene Mindestzügigkeit, allerdings aufgrund regionaler Besonderheiten. Aufgrund der zu erwartenden so genannten Rückläufer aus den Gymnasien richten diese Schulen in der Regel zwei Klassen ein und wachsen in Klasse 7 auf die Sollgröße von drei Parallelklassen an.

Gymnasien

Die meisten Fünftklässler besuchen im kommenden Schuljahr die Gymnasien Gymnasium Altona (169), Gymnasium Bornbrook in Lohbrügge (168), Gymnasium Ohmoor in Niendorf (167), Gymnasium Buckhorn in Volksdorf (165) und Gymnasium Süderelbe (163). Aufgrund fehlender Klassenräume mussten das Gymnasium Eppendorf (-39), das Matthias-Claudius-Gymnasium (-36) und das Gymnasium Klosterschule (-26) besonders viele Schülerinnen und Schüler abweisen.


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