Steinhummeln und Seifenkraut

Zwölf Nachwuchswissenschaftler mit acht Projekten vertreten Sachsen beim 40. Bundesfinale von Jugend forscht in Dortmund. Am vergangenen Samstag wurden die besten sächsischen Jungforscher bei Europas größtem Nachwuchswettbewerb für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik in Dresden ausgezeichnet. Auf dem 15. Landeswettbewerb, den die Siemens AG, AMD in Dresden und das BMW Werk Leipzig ausrichteten, präsentierten 50 Jugendliche insgesamt 32 Arbeiten.

11.04.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Mit ihrer innovativen Messvorrichtung zur Qualitätsprüfung von Druckerzeugnissen errangen Christoph Ledig (18), André Möhmel (19) und Enrico Schulz (17) aus Leipzig den ersten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt. Sie entwickelten eine spezielle Messplatte, mit der sich die Falz-, Heft- und Schnittkanten etwa von Broschüren genau berechnen lassen. Bislang erfolgte die Einstellung von Druckmaschinen nur nach Augenmaß, was unter anderem unnötig viel Papierabfall erzeugte.

Landessieger im Fach Biologie wurde Michael Oelschläger (18) aus Schwarzenberg. Er präsentierte die Ergebnisse seiner langjährigen intensiven Erforschung von Hummelvölkern. Dem Jungforscher gelang es am Beispiel der Steinhummel, einige wissenschaftlich noch unentdeckte Verhaltensweisen dieser Insekten nachzuweisen. Christian Boden aus Wilkau-Haßlau überzeugte die Juroren mit seinem solarbetriebenen Raumlüftungssystem für Dachwohnungen. Dabei messen Solarzellen im Dachfenster nicht nur die Sonneneinstrahlung, sondern liefern auch die Energie für die Belüftungselemente. Die Arbeit, die der 17-Jährige bereits zum Patent angemeldet hat, siegte im Fachgebiet Technik.

Der erste Preis im Fachgebiet Chemie ging an Carina Hofmann (17), Franziska Herkner (18) und Dominique Profe (18) aus Chemnitz. In ihrer Arbeit befassten sie sich mit dem Seifenkraut als haut- und umweltverträgliche Alternative zu herkömmlichen Waschmitteln. Carsten Böhme (18) aus Dippoldiswalde wurde für sein Projekt über die Veränderungen der Uferbereiche der Talsperre Malter und deren Ursachen mit dem ersten Platz in Geo- und Raumwissenschaften ausgezeichnet.

Weitere Landessieger: Jeremias Epperlein (18) aus Chemnitz im Fachgebiet Mathematik mit einer Arbeit über neuartige Datenkompressions-Algorithmen, Roman Böttger (18) aus Stollberg mit seinem Projekt "Bau eines Demonstrationsobjektes zur Darstellung stehender Wellen" im Fachgebiet Physik sowie Silvana Konermann (16) aus Meißen mit einer selbst entwickelten Antibiotika-Beschichtung für die Außenseite von Kathetern, die das Infektionsrisiko bei Operationen reduzieren kann.

Das 40. Bundesfinale von Jugend forscht findet vom 26. bis 29. Mai 2005 in Dortmund statt. Ausrichter des Jubiläumswettbewerbs sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Alles Wissenswerte sowie viele download-fähige Fotos aus vier Jahrzehnten Jugend forscht finden Sie unter www.jugend-forscht.org.

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