Stipendien für begabte Zuwanderer

(bikl) "Wir möchten den jungen Zuwanderern das Signal geben, dass sie in Deutschland willkommen sind, dass ihre Leistung geschätzt wird und dass sich ihr Einsatz lohnt," begründet Dr. Michael Endres, Vorstandsvorsitzender, heute das Engagement der Hertie-Stiftung. Und das kann sich sehen lassen: Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung weitet ihr Stipendienprogramm START nämlich auf 14 Bundesländer aus.

09.03.2005 Artikel
  • © Hertie-Stiftung

PC und Bildungsgeld

Bis 2007 wird sie gemeinsam mit Partnern rund 350 Stipendien an leistungsstarke, gesellschaftlich engagierte und materiell bedürftige Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund vergeben: Auf ihrem Weg zum Abitur erhalten die jungen Stipendiaten, die die 8. bis 13. Klasse besuchen, einen PC mit Internetzugang, monatlich 100 Euro Bildungsgeld sowie kostenlose Beratungsangebote und Bildungsseminare. Die Hertie-Stiftung stellt für die Ausweitung 3,8 Millionen Euro zur Verfügung.

5.000 Euro pro Stipendiat und Jahr

Darüber hinaus strebt die Hertie-Stiftung eine enge Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder an. Im Schuljahr 2005/2006 sind zusätzliche Stipendien in Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Schleswig-Holstein geplant. Im Schuljahr 2006/2007 soll es dann in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland weiter gehen. 2007 schließlich sollen Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen folgen. "Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit Stiftungen und anderen Partnern. Wir möchten die bürgergesellschaftliche Dynamik des Projekts nutzen", so Dr. Roland Kaehlbrandt, Geschäftsführer der Hertie-Stiftung. Ein Stipendium kostet rund 5.000 Euro pro Stipendiat und Jahr.

Derzeit 132 Stipendiaten

Die Hertie-Stiftung hatte START 2002 in Hessen ins Leben gerufen, um eine junge Zuwanderer-Elite aufzubauen. Seither wurde das Programm erfolgreich auch in Berlin, Bielefeld, Bremen, Dresden, Gütersloh, Leipzig, Offenbach und Wuppertal eingeführt. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit mit über 20 Partnern - Stiftungen, Städten, Landkreisen, Unternehmen und Privatpersonen, die Stipendien finanzieren oder Personal und Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Im START-Programm werden derzeit 132 Schüler aus 32 verschiedenen Herkunftsländern gefördert, insbesondere aus der Türkei, aus Afghanistan und aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Weiterführender Link:

www.ghst.de


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