Studie: Freie Software für Schulen geeignet
(bikl) Freie Software ist für den Schulbetrieb durchaus geeignet. Das ist das Ergebnis einer zweijährigen Studie in Österreich, die die Donau-Universität Krems durchgeführt hat. Darin wurde der Einsatz von Linux und anderer freier Software in Schulen untersucht.
06.10.2005 Artikel"Es besteht dringender Handlungsbedarf, um das enorme Potenzial der freien Software für die Schulen optimal zu nutzen", erklärte Projektleiter Gerhard Schwed. Während seiner wissenschaftlichen Arbeit hatte er festgestellt, dass den meisten Lehrern die Möglichkeiten freier Software nicht bekannt sind und es daher Vorbehalte gibt.
Erfreut über die Studie zeigte sich Ministerialrat Dr. Christian Dorninger vom Wiener Bundesbildungsministerium: "Die Ergebnisse der Studie sind für uns sehr wertvoll und geben die Richtung klar vor: Der Einsatz freier Software an den Schulen muss forciert werden!" Denn die Strategie des Ministeriums sei, dass sich jede Schülerin und jeder Schüler bei Abschluss der Oberstufe in zwei EDV-Welten zurechtfinden sollte. Sehr froh sei er darüber, "dass auch in den Bundesländern schon an Projekten zum Einsatz freier Software an Schulen gearbeitet wird." Positiv überrascht zeigte sich Dorninger von der hohen Beteiligung der Schulen bei der Etablierung von Alternativen zu bestehenden Softwaremonopolen.
Folgerichtig wird das Projekt weiterhin gefördert: "Für die nächsten zwei Jahre wird ein umfangreicher Testversuch mit freier Software bei 40.000 Schülerinnen und Schülern an 30 weiterführenden Schulen gestartet", kündigte der Ministerialrat an. Es sei geplant, in ganz Österreich vier oder fünf E-Learning-Kompetenzzentren einzurichten, die als Anlaufstelle für die Schulen dienen sollen.
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