tlv wird die Umsetzung des neuen Thüringer Personalkonzepts Schule kritisch verfolgen
Der tlv thüringer lehrerverband freut sich über den Versuch des Thüringer Kultusministeriums, gemeinsam mit den Interessenvertretungen der Lehrer, Teile des tlv-10-Punkte-Programms umzusetzen. Mit dem heute unterzeichneten Personalentwicklungskonzept Schule folgt das Ministerium einer tlv-Forderung nach einer langfristen und bedarfsgerechten Personalplanung an den Thüringer Schulen.
03.07.2013 Pressemeldung thüringer lehrerverbandNicht nur das Konzept selbst, auch in den Inhalten finden sich Forderungen des tlv wieder. So enthält das Papier eine Absichtserklärung, wie zunehmender Unterrichtsausfall in Zukunft mittels einer Personalreserve vermieden werden kann. Weiter sollen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Lehrer entwickelt werden. Für Rolf Busch, Landesvorsitzender des tlv, ist es für Jubelsprünge jedoch noch viel zu früh. "Wir sind zurückhaltend optimistisch und werden das Papier daran messen, wie es von der Politik umgesetzt wird."
Schon einmal gab es ein Konzept zur Personalentwicklung. Das Eckpunkte-Programm der Vorgängerregierung war im Rückblick leider nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben stand. Es enthielt mehr Wunschdenken als verbindliche Fakten. Fast schon legendär ist unter anderem die wohlmeinende Ankündigung der Lehrereinstellungen. In den Jahren 2010 bis 2015 sollten 2.500 Stellen geschaffen werden. Tatsächlich wird diese Zahl weit unterschritten werden. Der tlv hat mit seiner Kampagne "Stoppt den Lehrerkollaps" immer wieder auf dieses Versprechen hingewiesen. Mit dem Erfolg, dass die Regierungskoalition eingelenkt hat und in den Jahren 2013 und 2014 wieder vermehrt Lehrer einstellen will. Ob diese Stellen mangels Attraktivität in Gänze besetzt werden können, steht auf einem anderen Blatt.
Der tlv nimmt das Personalkonzept sehr ernst. 6 Mitglieder wurden in die verschiedenen Arbeitsgruppen zur Mitarbeit entsandt. Damit hat der tlv auf Seiten der Lehrer-Interessenvertretungen maßgeblich zum Zustandekommen des Papiers beigetragen. Dennoch konnten nicht alle Anliegen im Personalkonzept verankert werden. Rolf Busch: "Wir bedauern sehr, dass unsere älteren Kollegen keine Perspektive für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Lehrerberuf erhalten. Damit bleibt ihnen auf diesem Weg die Anerkennung ihrer Arbeits- und Lebensleitung verwehrt."
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