"Übertrittszeugnis wertvolle Entscheidungshilfe"

Das Übertrittszeugnis ist ein wertvolle Entscheidungshilfe für Eltern, um die richtige Wahl der Schule für ihre Kinder zu treffen.

25.02.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
  1. An bayerischen Grundschulen begleiten gut ausgebildete Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler sorgsam über mehrere Jahre in ihrer Entwicklung. Eltern erhalten von den Lehrkräften regelmäßige, realistische Rückmeldungen über die Lernfortschritte und Chancen ihrer Kinder. Das Übertrittszeugnis ist dabei eine wertvolle Entscheidungshilfe.
  2. Erziehungswissenschaftler wie Professor Ditton der Münchner LMU beurteilt das Übertrittszeugnis als sehr gut nutzbare Empfehlung für Eltern, die richtige Schule für ihr Kind zu wählen.
  3. Eltern sollten bei der Schullaufbahnentscheidung berücksichtigen, dass die Entscheidung nach der 4. Jahrgangsstufe keine endgültige Entscheidung ist. So gibt es z. B. nach der 5. und 6. Jahrgangsstufe weitere Möglichkeiten des Übertritts an eine andere Schulart.
  4. Im Bayerischen Schulsystem findet jeder Abschluss eine Anschlussmöglichkeit. Versagensängste bei Schülerinnen und Schülern sind oftmals unbegründet. So erwerben z. B. über 20 % der Hauptschüler den mittleren Schulabschluss und damit die Möglichkeit, an der FOS oder nach einer beruflichen Ausbildung an der BOS die Berechtigung für ein Studium zu erwerben. Über 40 % aller Hochschulzugangsberechtigungen haben Schülerinnen und Schüler in Bayern auf anderen Wegen als dem Gymnasium erworben. Für viele Schüler sind die Wirtschaftsschulen eine interessante Alternative, den mittleren Schulabschluss zu erwerben. Schüler der Realschule können mithilfe spezieller Übertrittsklassen in die Oberstufe des Gymnasiums eintreten. Die hohe Durchlässigkeit unseres Schulsystems ermöglicht es, jedem Schüler, die Richtung seiner Schullaufbahn zu ändern. Die Lehrkräfte informieren die Eltern darüber eingehend im Rahmen der Informationsveranstaltungen und in persönlichen Gesprächen.
  5. Die hohe Erwartungshaltung mancher Eltern - sicherlich zum Teil geprägt durch eine unsichere Situation auf dem Arbeitsmarkt - erzeugt manchmal überzogenen Druck. Entscheidend ist, dass die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Talente und Begabungen gefördert werden. Dazu bietet das gegliederte und durchlässige Schulsystem hervorragende Möglichkeiten.
  6. Die bayerischen Hauptschulen entwickeln sich im Rahmen der von Kultusminister Siegfried Schneider gestarteten Hauptschulinitiative zu stark berufsvorbereitenden Schulen mit einem bedarfsorientierten, flächendeckenden Ganztagsangebot. Die im Vergleich zu anderen Bundesländern niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Bayern macht deutlich, dass bayerische Hauptschüler gute Chancen auf dem Ausbildungsstellenmarkt haben. Dies bestätigten auch die Spitzen von IHK, HWK und vbw, die mit Kultusminister Siegfried Schneider im vergangen Jahr einen Ausbildungspakt abgeschlossen haben.

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