Bayern

Umsetzung der Inklusionsidee kommt in Fahrt

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Bemühungen zur Umsetzung der Inklusionsidee an bayerischen Schulen erste Früchte tragen. So hat die interfraktionelle Arbeitsgruppe des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag heute darüber informiert, dass man sich trotz unterschiedlicher Ausgangslage und nach langem Ringen auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf geeinigt habe.

24.03.2011 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

"Damit ist ein Gesetz zur Umsetzung der Inklusionsidee an bayerischen Schulen auf den Weg gebracht", würdigte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. Er bezeichnete in einer ersten Reaktion den Vorgang als "erfreulich." Trotz erheblich divergierender Auffassungen sei es den Fraktionen in zahlreichen Gesprächen und Sitzungen erfolgreich gelungen, eine Lösung zu finden, die von allen mitgetragen werde. "Das ist vorbildlich und könnte wegweisend für andere drängende gesamtgesellschaftliche Probleme sein" sagte Wenzel. Er sei nun auf konkrete Inhalte des Gesetzentwurfes gespannt. Bislang seien sie nicht bekannt.

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist für alle Bundesländer in Deutschland verbindlich. Die Konvention sieht vor, dass alle Eltern das Recht haben, ihre Kinder an einer allgemeinbildenden Schule einzuschulen. Sie wurde im Januar 2009 von der Bundesrepublik ratifiziert, ihr stimmten alle 16 Bundesländer zu.

"Die Ratifizierung der Konvention hat auch für alle bayerischen Schulen Konsequenzen", erklärte Wenzel. Weil sie verpflichtend sei, müssten alle Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf - wenn dies von Eltern gewünscht werde - aufgenommen werden. "Die Schulen brauchen deshalb klare Richtlinien und vor allem Sicherheit." Andernfalls sei die Gefahr groß, dass die Schulen schnell an ihre Grenzen stoßen.


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