Unterrichtsausfall im Schuljahr 2012/2013: Niedrigster Wert seit dem Schuljahr 1996/1997

Der originäre Unterrichtsausfall an den allgemein bildenden Schulen bleibt weiterhin auf niedrigem Niveau und erreicht zum Schuljahr 2012/2013 mit 2,0 Prozent den niedrigsten Wert seit dem Schuljahr 1996/1997.

19.11.2013 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

Rechnet man die Auswirkungen elementarer Ereignisse (z. B. Auswirkungen der Flut sowie des Lehrerstreiks) hinzu, erreicht der Unterrichtsausfall einen Wert von 2,7 Prozent. Hierbei entfallen auf den Streik der Lehrkräfte 0,5 Prozent und auf die übrigen Einflussfaktoren 0,2 Prozent der Unterrichtsstunden.

"Eine Sonderauswertung zeigt dabei, dass die Maßnahmen des 10-Punkte-Programms zur Vermeidung von Unterrichtsausfall zu greifen beginnen. Hierzu gehören u. a. die erstmalige Einstellung von 20 Vertretungslehrkräften an Grundschulen, eine Straffung der Regelung zur Durchführung von Wandertagen und Klassenfahrten sowie die Reorganisation von Weiterbildungsveranstaltungen", erläuterte Bildungsminister Mathias Brodkorb. "So sank an den Grundschulen der Anteil der Vertretung durch Klassenzusammenlegung auf 31,2 Prozent. Der durch Wandertage und Klassenfahrten verursachte zur Vertretung anfallende Unterricht sank leicht von 0,8 auf 0,7 Prozent. Der durch Weiterbildungen verursachte zur Vertretung anfallende Unterricht ging von 5,1 nochmals auf 3,6 Prozent zurück", sagte Brodkorb.

"Der originäre Unterrichtsausfall fällt mit 2,0 Prozent so niedrig aus wie noch nie. Dies ist auch eine Folge der im 10-Punkte-Programm gegen Unterrichtsausfall ergriffenen Maßnahmen. Im Schuljahr 2013/2014 sollen diese positiven Tendenzen durch insgesamt 73 Stellen für Vertretungskräfte verstärkt werden. Allerdings dürften einer weiteren Absenkung der Ausfallquote aufgrund des ohnehin schon niedrigen Niveaus deutliche Grenzen gesetzt sein. Dies gilt umso mehr, als mit dem Auslaufen des Lehrerpersonalkonzeptes Vertretungsspielräume künftig kleiner werden", so der Minister weiter.

Auch im berufsbildenden Bereich stabilisiert sich der Unterrichtsausfall. Er lag im Schuljahr bei 5,0 Prozent und damit deutlich niedriger als in den meisten Jahren zuvor. Eine gesonderte Auswertung des Unterrichtsausfalls an beruflichen Schulen wird das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.


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