Unterrichtsversorgung im neuen Schuljahr: 43 Stellen an Grundschulen und Förderzentren gestrichen
In der Sitzung der Bildungsdeputation am 12.9. wurde über die Unterrichtsversorgung zum neuen Schuljahr berichtet (siehe Weser-Kurier v. 13.9.). Aus der von der Behörde herausgegebenen Übersicht ergibt sich im Vergleich zum letzten Schuljahr, dass die den Grundschulen zugewiesenen Lehrerstunden von 24471 auf 23660 gekürzt werden. Bei den Förderzentren werden 359 Stunden gestrichen. Dies entspricht insgesamt einer Streichung von 43 LehrerInnenstellen in Grund- und Sonderschulen.
17.09.2007 Bremen Pressemeldung GEW BremenEine Gesamtabrechnung über die Lehrerversorgung in allen Schularten, wie sie bisher immer zum Schuljahresanfang vorlag, steht noch aus, ebenso ein Überblick über die SchülerInnenzahl-Entwicklung.
Dazu erklärt die Bildungsgewerkschaft GEW: "Die Priorität für Bildung, die die neue Koalition versprochen hatte, entpuppt sich bereits nach wenigen Wochen als Seifenblase. Eine Umverteilung von Lehrerstunden aus den jüngeren Jahrgängen in die älteren verbessert nicht die Bildungschancen aller, sondern nimmt Bildungschancen insbesondere den Jüngsten. Für eine derartige Politik hätten wir keine andere Regierung gebraucht!" Die GEW fordert Behörde und Senatorin auf, unverzüglich die gekürzten Stunden in Grundschulen und Förderzentren wieder freizugeben.
Es dürfte der verantwortlichen Senatorin Jürgens-Pieper übrigens schwer fallen, die Kürzung bei den Grundschulen und Förderzentren in Übereinstimmung mit der Koalitionsvereinbarung zu bringen. Dort heißt es u.a.: "Bildung beginnt mit der frühkindlichen Bildung und setzt sich in der Primarstufe fort, deshalb kommt der Primarstufe eine besondere Bedeutung zu. ... Wir werden Schülerrückgänge nutzen, um Klassengrößen und Förderintensität nach Sozialindikatoren zu staffeln ..."
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