Unterzeichnung der "Rahmenvereinbarung über Erziehungs- und Familienberatung im Land Berlin"
Am 27. März 2006 unterzeichnen das Land Berlin, vertreten durch Senator Klaus Böger, die Bezirke und die liga DER Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege die neue Rahmenvereinbarung über Erziehungs- und Familienberatung im Land Berlin.
27.03.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungNachdem das Berliner Modell zur Erziehungs- und Familienberatung in den Jahren 2001 bis 2003 erprobt und für die Jahre 2004 und 2005 verlängert wurde, wird dieses niedrigschwellige Beratungsangebot nun weitergeführt.
Damit gibt es in jedem Berliner Bezirk eine Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Jugendamtes und eine in freier Trägerschaft.
Familien und ihre Angehörigen können sich ohne eigene Kostenbeteiligung - auch über Bezirksgrenzen hinaus - von Psychologen, Therapeuten und Pädagogen bei allgemeinen Erziehungsfragen, aber auch in Krisen- und Konfliktsituationen beraten lassen. Sie sind für Jedermann frei zugänglich. Es bedarf keines aufwändigen Antrags- und Bewilligungsverfahrens.
Die Erziehungs- und Familienberatungsstellen sind selbstverständlich auch offen für Ratsuchende mit Migrationshintergrund. Es gibt Möglichkeiten der Beratung durch Fachleute, die selbst über Fremdsprachenkompetenzen verfügen, als auch Muttersprachler nichtdeutscher Herkunft, die in die Beratungsarbeit eigene kulturelle Erfahrungen einbringen können.
Jugendsenator Böger: "Berlin will mit dem Abschluss dieser Vereinbarung die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und freien Trägern fortsetzen, um damit Familien rechtzeitig Möglichkeiten zu geben, Familienprobleme zu erkennen und mit Unterstützung durch die multiprofessionellen Teams der Erziehungs- und Familienberatungsstellen zu Lösungen zu führen, die allen Familienmitgliedern helfen.
Durch frühzeitige Intervention und Unterstützung können familiäre Krisen entschärft und Lösungen innerhalb der Familie gefunden werden. Das Beratungsangebot ist ferner ein wichtiger Baustein für den Kinderschutz. Je frühzeitiger Probleme erkannt und angepackt werden, desto größer sind die Chancen zur Vermeidung von Eskalationen und für ein kinderfreundliches Klima."
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