VBE begrüßt die deutlichen Worte des Bundespräsidenten

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg begrüßt die deutlichen Worte des Bundespräsidenten beim Weltlehrerkongress in Berlin zum Stellenwert der Bildung. "Wenn Horst Köhler mehr Wertschät­zung für Lehrer sowie bessere Arbeitsbedingungen an den Schulen fordert, kann er sich des Beifalls aller Pädagogen sicher sein", so der VBE-Spre­cher.

22.07.2007 Berlin Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Leider sind für Klassengrößen und Ausstattung der Schulen nicht die Lehrer zuständig, sondern die Länder und Kommunen, und die klagen alle ständig über chronischen Geldmangel. Alle wollen die Schulen reformieren, aber es darf nichts kosten. So wird wohl auch dieser Appell des höchsten Mannes im Staate zwar nicht völlig ungehört, aber doch mehr oder minder folgenlos in der Me­dienlandschaft verhallen.

Schon einmal hatte Horst Köhler eine Lanze für die Lehrerschaft gebrochen. Im September letzten Jahres würdigte er die Pädagogen öffentlich als "Helden des Alltags" und sprach ihnen damit die Anerkennung aus, die ihnen im Zeitalter von "Lehrerhasserbuch" und "Internetbewertung" in der Regel versagt bleibt.

Die Kluft zwischen den Erwartungen der Wirtschaft, der Eltern und der Politiker an die Lehrerschaft und dem, was Schule wirklich leisten kann, sei gewaltig, moniert der VBE-Sprecher. Bei allen gesellschaftlichen Problemen - seien es Drogen, Gewalt, Rechtsextremismus oder Erziehungsnotstand - werde grund­sätzlich von der Schule erwartet, dass diese die Schwierigkeiten möglichst sofort und vor allem mit erfolgreichem Abschluss in Angriff nehme. Das müsste jedoch stets völlig kostenneutral über die Bühne gehen.

Lehrer sind heute nicht nur Wissensvermittler und Unterrichtsmoderatoren, son­dern gleichzeitig Erzieher, Sozialarbeiter, Entertainer, Therapeuten und manch­mal sogar "Dompteure". Deshalb müsse man sich darüber einig werden, so der VBE-Sprecher, was man heute von der Schule erwarten dürfe und was diese der Gesellschaft dann kostenmäßig wirklich wert sei. Nur Sonntagsreden helfen den Schulen nicht weiter. Man brauche mehr Taten und weniger Getue.


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