Nordrhein-Westfalen

VBE: Der Weg zur Inklusion kann nur ein gemeinsamer sein

"Der VBE begrüßt es, dass Schulministerin Löhrmann auch beim Thema Inklusion bestrebt ist, einen möglichst breiten politischen Konsens aller Beteiligten zu erreichen", kommentierte Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE NRW), die heutige Stellungnahme des Ministeriums für Schule und Weiterbildung. "Das Vorgehen des Schulministeriums ´Gründlichkeit vor Schnelligkeit` unterstützt der VBE ausdrücklich."

05.12.2011 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Vor diesem Hintergrund warnt der VBE davor, einzelne Schulen aufgrund einzelner Elterninteressen unter Druck zu setzen, inklusiv zu beschulen, obwohl die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Eine inklusive Schule ist nicht kostenneutral zu haben. "Vorschnelle Entscheidungen sind hier eindeutig fehl am Platz", betont Beckmann. "Inklusion lässt sich nur mit und nicht gegen die Beteiligten umsetzen. Dabei ist es wichtig, auch wenn das Thema Inklusion ein hoch sensibles ist, Kritik auf real entstehende Situationen nicht einfach als Ausrede vom Tisch zu wischen." Jeder müsse an seinem Platz, mit seinem Erfahrungshorizont, mit seinen Anregungen, aber auch mit seinen Ängsten ernst genommen werden.

"Die Schule darf keine inklusive Insel sein. Schulische Inklusion kann nur gelingen, wenn das Thema Inklusion von der Gesellschaft insgesamt angenommen und gelebt wird", macht Beckmann abschließend deutlich.


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