VBE fordert Beamte auf, sich mit streikenden Lehrern im Angestelltenverhältnis solidarisch zu erklären
Die meisten Lehrer sind im Beamtenverhältnis. Streiken dürfen nur die Tarifbeschäftigten des Öffentlichen Dienstes. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg fordert alle Beamten auf, sich mit streikenden Lehrkräften solidarisch zu erklären und in ihrer unterrichtsfreien Zeit die Tarifbeschäftigten bei den aktuell laufenden Aktionen zu unterstützen. "Wenn es den Tarifbeschäftigten finanziell schlecht geht, wird es auch für die Beamten keine spürbaren Verbesserungen geben", warnt VBE-Chef Rudolf Karg.
11.02.2009 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergDie meisten Menschen versichern, dass Lehrer einen wertvollen Dienst für die Gesellschaft verrichten. Wenn aber die Lehrer etwas mehr Geld fordern, machen sie sich schnell unbeliebt, da ein sicherer Arbeitsplatz in wirtschaftlich schwereren Zeiten einen hohen Stellenwert hat. Durch die mageren Besoldungserhöhungen der vergangenen Jahre haben die Pädagogen jedoch einen entscheidenden Beitrag zur Sanierung des Landeshaushaltes geleistet. "Jetzt ist es an der Zeit, dass sie etwas von diesen Vorleistungen zurück erhalten, indem die Gehälter spürbar erhöht werden", unterstreicht VBE-Chef Rudolf Karg.
Die Beamten des Landes haben allen Grund, den Tarifbeschäftigten in der laufenden Tarifrunde den Rücken zu stärken. Denn der Tarifabschluss wurde bisher in der Regel auch auf den Beamtenbereich übertragen.
Für die Beamten hat es seit Jahren nur lausige Anhebungen der Gehälter gegeben. "Selbst der Ministerpräsident sagte noch letztes Jahr zu, dass es nun an der Zeit sei, auch die Landesbeamten durch eine spürbare Besoldungsanpassung an der allgemeinen Einkommensentwicklung etwas mehr teilhaben zu lassen", erinnert der VBE-Vorsitzende. Wenn den Lehrern unterm Strich immer weniger Geld übrig bleibt, sei das auf Dauer keinesfalls motivationsfördernd. Nur wer genügend Geld in der Tasche habe, könne es auch ausgeben, so Karg. Der Beamtenbund - Dachverband des VBE - und ver.di fordern acht Prozent mehr.
Kundgebungen und Warnstreiks finden am heutigen Mittwoch in Südwürttemberg, am Donnerstag in Nordbaden und am Freitag in Nordwürttemberg statt.
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