VBE fordert: Junglehrer sofort einstellen

Ekkehard Gabriel, der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung VBE in Südbaden und Mitglied des Hauptpersonalrats beim Ministerium für Kultus und Sport (MKS) in Stuttgart, hat von der Landesregierung die sofortige Aufhebung der Stellenbesetzungssperre gefordert. Damit will der VBE verhindern, dass alleine im Bereich der Grund- und Hauptschulen 87 Prozent des Einstellungsjahrganges zum kommenden Schuljahr in die Arbeitslosigkeit entlassen werden. Bei Real- und Sonderschulen sieht es mit 75, bzw. 72 Prozent Abweisungen nicht viel besser aus.

10.07.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Unerträglich sei es, so Gabriel, dass im Schulbetrieb zeitgleich bildungspolitische Ziele durch Kürzungen von Finanzmitteln erreicht werden sollen. Heer formulierte Ansprüche zur Erreichung von PISA-Standarden würden so ad absurdum geführt. Wenn junge Menschen, im Schulbereich also im Schnitt drei Viertel eines Ausbildungsjahrganges, von der Politik ohne Not so im Stich gelassen würden, brauche man sich über Politikverdrossenheit nicht wundern, ist der VBE überzeugt.

Gabriel: "Anstelle die Junglehrer ´in die Wüste zu schicken´ fordert der VBE die Einhaltung der vor der Wahl gegebenen politischen Versprechungen, wie auch die Verbesserung schulischer Angebote und Arbeitsbedingungen. Dazu braucht es die Junglehrer/innen ebenso, wie auch für die Erhaltung innovativen Schwungs an den Schulen." Der VBE wird seine Gespräche im MKS zur Verbesserung der Situation an den Schulen im Sinne eines harten Dialogs weiter fortsetzen.


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