Inklusion NRW

VBE: Keine weitere Verwaltung des Mangels

"Der bisherige gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern litt bereits an einer chronischen Unterfinanzierung – die Landesregierung muss daher bei den Ressourcen ordentlich draufsatteln, wenn Inklusion in den Schulen gelingen soll", fordert Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. Zur heutigen Schulausschusssitzung, die die Inklusion auf der Tagesordnung hatte, erneuerte er die Kritik am Gesetzentwurf der Landesregierung.

08.10.2013 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Der VBE hat den Eindruck, dass die Landesregierung trotz der Kritik in der Anhörung zum 9. Schulrechtsänderungsgesetz uneinsichtig ist und ihr Gesetz ohne Rücksicht auf Verluste durchboxen will. "Wir vermissen nach wie vor eine hinreichende Unterfütterung der Inklusion an Schulen mit den entsprechenden Ressourcen", so Beckmann, "wir erkennen die Bemühungen der Landesregierung zwar an, zusätzliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen, allerdings reichen die Vorschläge bei weitem nicht aus, um den Eltern behinderter und nicht-behinderter Kinder die Sicherheit zu geben, dass ihre Kinder optimal gefördert werden." Die von Ministerin Sylvia Löhrmann im Rahmen der Vorstellung des Haushaltsentwurfs 2014 präsentierten Zahlen sind zu gering bemessen, sagt Beckmann: "So können an inklusiv unterrichtenden Regelschulen nicht die gleichen qualitativen Voraussetzungen geschaffen werden, wie es sie an den bisherigen Förderschulen gibt."

Die Erfahrungen aus dem bisherigen gemeinsamen Unterricht haben gezeigt, dass das, was bei dem einzelnen Schüler an sonderpädagogischer Unterstützung ankommt, noch immer viel zu wenig ist. "Wir sind besorgt, dass unter dem Titel ´inklusive Bildung` die Verwaltung des Mangels nur fortgesetzt wird", so das Resümee Beckmanns.


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