VBE unterstützt CDU-Fraktionschef bei der Rolle rückwärts in der Verwaltungsreform auf Schulaufsichtsebene

"In der Politik gehört Mut dazu, Fehler öffentlich einzugestehen", sagt der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Würt­temberg, Rudolf Karg. Es sei ein Zeichen von Souveränität, wenn Entschei­dungen, die sich als falsch erwiesen haben, zurückgenommen oder zumin­dest korrigiert werden. Die Verwaltungsreform habe im Bereich der Schul­aufsicht zu keiner Erhöhung der Effektivität und schon gar nicht zu einer Steigerung der Qualität an den Schulen geführt. Insofern sei es mehr als vernünftig, die Aufsplitterung der ehemals 33 Schulämter und deren Ein­gliederung in die Landratsämter wieder rückgängig zu machen und nicht nur der Schulaufsicht die Eigenständigkeit wiederzugeben, sondern auch die zwei Hierarchie-Ebenen, Schulämter und Oberschulämter, zu fusionie­ren, was letztendlich auch eine Effizienzrendite erbringen könnte.

14.09.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

"Es wäre es viel mutiger und sinnvoller, die Stellung der Schulleitungen vor Ort zu stärken und alle Schulen - wie bei den Gymnasien - einer Schulaufsichtsebe­ne unterzuordnen", sagt VBE-Chef Rudolf Karg, "zumal dort auch die entspre­chenden Juristen als Ansprechpartner sind." Hätte man bei der Verwaltungs­reform 2005 die Schulaufsichtsstruktur wirklich effektiv verändern wollen, hätte man eine Verwaltungsebene ganz streichen müssen, anstatt eine vorhandene noch weiter aufzudröseln. Der gewerkschaftliche Berufsverband der Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschullehrer VBE spricht sich für die drei Säulen einer effektiven Schulaufsicht aus: - für den Primat der Pädagogik auch in der Füh­rungsebene, - zur Sicherstellung des bildungspolitischen Auftrages für die Eigenständigkeit der Schulverwaltung (die durch die Verwaltungsreform, wie jetzt auch von der CDU-Landtagsfraktion erkannt, gewaltig Schaden gelitten hat) - sowie für die Gleichwertigkeit und damit auch für die Gleichbehandlung aller Schularten durch Konzentration auf lediglich eine Verwaltungsebene. Der VBE unterstützt CDU-Fraktionschef Mappus ausdrücklich und mit ganzer Kraft, wenn er der Schulaufsicht die Eigenständigkeit zurückgeben und die Verwal­tungsebenen künftig bündeln will. Dieser Weg sei der einzig richtige, so Karg.


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