VBE: Verantwortung nicht abschieben

Die von der Ministerin zitierten Aussagen erwecken den Eindruck, als würde die Landesregierung den Lehrern die Verantwortung für die Probleme des G8 zuschieben.

19.11.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Aus Sicht des VBE liegt die Verantwortung einseitig bei den politisch Verantwortlichen, die zuerst das G8 beschlossen, dann den Schulen übergestülpt und danach erst gemerkt haben, welche Auswirkungen dies für die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte hat.

Die Misere des G8 hat sich bereits darin gezeigt, dass die Landesregierung nicht bedacht hat, dass eine Ausweitung der Stundentafel für die Schülerinnen und Schüler eine längere Anwesenheit in der Schule nach sich zieht. Die Folge war ein hektisches Einführen von Übermittagsangeboten an Gymnasien.

"Die Ministerin verweist hinsichtlich der Problemlösung auf die Eigenverantwortlichkeit der Schulen", so der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. " Eigenverantwortliche Schule heißt aber nicht, dass die Politik einen Scherbenhaufen hinterlassen kann, den die Lehrer dann eigenverantwortlich wegräumen müssen."


Weiterführende Links

  • WDR5: Interview mit Barbara Sommer
  • Emsdettener Volkszeitung: Schulministerin fordert weniger Lehrstoff und Hausaufgaben

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