VBE zur Qualitätsoffensive Hauptschule

"Die meisten von der Landesregierung heute angekündigten Maßnahmen sind für die Kinder auf den Hauptschulen sinnvoll", so Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE NRW. "Der VBE bleibt aber dabei, dass der Gewinn für die Kinder noch größer wäre, wenn sie zusätzlich länger gemeinsam lernen dürften."

15.12.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

In dem jetzt vorliegenden Papier ist von einer Stärkung der Kenntnisse in der Herkunftssprache die Rede. Dies kann für Kinder mit Zuwanderungsgeschichte von großer Bedeutung sein. Wenn dies als Möglichkeit zur Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen den Schulformen genutzt werden soll, müssen diese Sprachen aber den Status einer zweiten Fremdsprache erhalten. Darüber hinaus müssen sie auch an den anderen weiterführenden Schulformen angeboten werden. Nur dann ist ein nahtloser Wechsel von einer Schulform auf die andere möglich.

"In der vorliegenden Presserklärung wird das Thema Durchlässigkeit leider völlig ausgespart", so Beckmann. "Bildungsabschlüsse so lange wie möglich offen zu halten, ist aber ein zentraler Faktor eines modernen Schulsystems."

Die Landesregierung hat seinerzeit angekündigt, dass die Ergebnisse der Qualitätsoffensive Hauptschule in einer wissenschaftlichen Untersuchung evaluiert werden sollen.

"Das hält der VBE für unverzichtbar", so Beckmann weiter. "Entscheidend wird allerdings sein, wie offen die Landesregierung dann über die Ergebnisse dieser Untersuchung bis hin zur Schulstrukturfrage zu diskutieren bereit ist."


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