Verschlechterung der Arbeitsbedingungen führt zu Fachlehrermangel

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte VNL/VDR ist enttäuscht und empört, dass Niedersachsens rot-grüne Landesregierung auf ihrer heutigen Sitzung [27.05.2014] die im letzten Jahr angekündigten Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer ohne nennenswerte Verbesserungen in Kraft gesetzt hat.

27.05.2014 Pressemeldung Verband Reale Bildung

"Es reicht nicht aus, den wenigen noch mit über 63 Jahren unterrichtenden schwerbehinderten Lehrkräften eine Altersermäßigungsstunde zusätzlich zu gewähren. Im Gegenteil - die Landesregierung hätte alles tun müssen, dass insgesamt mehr Lehrkräfte bis zur Pensionsgrenze im Beruf bleiben und nicht vorher krank aufgeben müssen", so Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender auch in Hinblick auf die derzeitige Einstellungsrunde für neue Lehrkräfte.

Es zeigt sich zurzeit deutlich, dass es immer schwerer wird, junge Lehrkräfte mit Mangelfächern wie Physik, Chemie und Mathematik zu finden und einzustellen. Durch die hohe Arbeitsbelastung der älteren Lehrkräfte müssen immer mehr davon vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand treten. Der Fachlehrermangel an Niedersachsens Schulen wird durch den heute gefassten Kabinettsbeschluss weiter wachsen. Die Wiedereinführung der 1999/2000 zugesagten Altersermäßigungsregelung, die ab dem 55. Lebensjahr eine Ermäßigung von einer und ab dem 60. Lebensjahr von zwei Stunden beinhaltete, hätte dazu beigetragen, dass an Niedersachsens Schulen weniger Unterricht ausfällt.

"Es kann und darf nicht sein, dass Niedersachsens Lehrerinnen und Lehrer zur Finanzierung der rot-grünen Wahlversprechen im Bildungsbereich herangezogen werden. Der heute gefasste Kabinettsbeschluss demotiviert die Lehrerinnen und Lehrer, das Vertrauen in den Dienstherrn schwindet weiter", so Busch abschließend.

Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR

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