Viele zusätzliche Praktika und Maßnahmen der vertieften Berufsorientierung

Deutlich mehr Praktika und viele Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung sind weitere positive Ergebnis der Hauptschulinitiative für die Schülerinnen und Schüler. Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider hatte die Initiative 2006 ins Leben gerufen. Das Ministerium hatte vor kurzem eine landesweite Erhebung durchgeführt. Außerdem wird die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler verbessert, u. a. durch den Ausbau der Ganztagsschulen. Heute stellte der Minister Rückmeldungen der Schulen über die Auswirkungen der Hauptschulinitiative vor. "Ich freue mich, dass unsere Hauptschule aktiv die Hauptschulinitiative mit tragen", so Kultusminister Siegfried Schneider.

15.10.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

75 Prozent der Hauptschulen organisieren zusätzliche Praktika

75 Prozent der Hauptschulen haben zusätzliche Praktika für ihre Schülerinnen und Schüler organisiert, so Kultusminister Schneider. 73 Prozent der Hauptschulen haben von sich aus Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung durchgeführt. Schülerinnen und Schüler lernen bereits ab der 7. Jahrgangsstufe künftige Berufsfelder mit deren Anforderungen und die dazu nötigen Voraussetzungen kennen. An mehr als der Hälfte der Hauptschulen unterstützen nun "Paten" aus der Wirtschaft die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Berufswahl und -findung. "Ich danke den Hauptschulen für Ihr Engagement für die Hauptschulinitiative und damit für die Schülerinnen und Schüler", so der Minister. Kultusminister Schneider machte deutlich: "Bei der Konzeption der Hauptschulinitiative haben wir viele Initiativen und Aktivitäten der Schulen mit aufgenommen, sie aber systematisiert. Wir ermöglichen es damit, die Erfolge einzelner Schulen auch auf die anderen Schulen zu übertragen."

Ganztagszüge an 320 Hauptschulstandorten

Im neuen Schuljahr gibt es an 320 Hauptschulstandorten Ganztagsklassen. "Damit können wir die Schülerinnen und Schüler besser fördern und unterstützen", so Kultusminister Schneider. Um möglichst viele Hauptschulstandorte mit einem guten Bildungsangebot zu erhalten, erproben zum Beispiel seit Mai 2008 elf Hauptschulen im Schulamtsbezirk Dingolfing-Landau eine sehr enge Zusammenarbeit.

Schulamtsdirektor Peter Krell vom Staatlichen Schulamt Mühldorf am Inn zu den ersten Ergebnissen der Hauptschulinitiative: "Die Hauptschulinitiative wird im Landkreis Mühldorf am Inn an allen 8 Hauptschulen umgesetzt. Die besonderen Chancen für die Schüler sind die vertiefte Berufsorientierung, eine genauere Vorbereitung auf das berufliche Leben und eine Erleichterung beim Einstieg in das Berufsleben. Die Maßnahmen der Hauptschulinitiative fördern die soziale Kompetenz unserer Schüler. Im Landkreis Mühldorf am Inn geben Ausbilder aus den Betrieben im Rahmen des Projektes Ausbilder in Schulen berufpraktischen Unterricht in Metall, Holz, Elektrotechnik, Verkauf und sozialem Lernen."

Die bayerische Wirtschaft bekennt sich eindeutig zu den Leistungen der Hauptschulabsolventen. Heinrich Traublinger, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), hatte erst jüngst unterstrichen: "Hauptschule und Handwerk sind in Bayern traditionell eng miteinander verbunden. Rund zwei Drittel aller Lehrlinge im bayerischen Handwerk haben vor ihrer Ausbildung die Hauptschule besucht - in den jüngsten Jahren hat dieser Anteil sogar noch einmal leicht zugenommen. Gerade vor diesem Hintergrund ist eine starke Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Politik besonders wichtig. Das bayerische Handwerk unterstützt daher die Hauptschulinitiative ausdrücklich. 2007 haben unsere Betriebe insgesamt über 32.000 Lehrverträge neu abgeschlossen. Das bedeutet, über 21.000 Hauptschülerinnen und Hauptschüler haben im bayerischen Handwerk eine Lehrstelle gefunden."


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