Vielfältige Maßnahmen zur Gewaltprävention an Bayerns Schulen

Das Kultusministerium unterstützt in finanzieller und organisatorischer Hinsicht seit langem eine Vielzahl an Maßnahmen und Projekten zur Prävention von Gewalt- und Suchtproblemen. Über 25 Programme wurden auf den verschiedenen Ebenen der Schulaufsicht an den bayerischen Schulen eingeleitet und realisiert - auch in Zusammenarbeit mit den Universitäten.

15.02.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Schwerpunkte sind die sog. Streitschlichterprogramme und Projekte zur Stärkung der allgemeinen Lebenskompetenzen. Bewährt hat sich hierbei die Kooperation mit unterschiedlichsten Sponsoren (z.B. Aktion Jugendschutz, Vodafone Stiftung, Mentor-Stiftung, Gemeindeunfallversicherungsverbund, Caritas, Bayerische Landesjugendanstalt, Stiftung Bildungspakt, Heidelberger Präventionszentrum und dem Bayerischen Sozialministerium).

Um solcher Maßnahmen stärker zu verzahnen, lässt Kultusminister Schneider z.B. das Programm "Faustlos" derzeit durch das Institut für Schulqualität und Bildungsforschung mit den Lehrplänen enger abstimmen. Weiter wird ein "Präventionsportal" aufgebaut, das dabei hilft, die Auswahl der empfohlenen Programme auch konzeptionell zu steuern. Darüber hinaus bezuschusst der Freistaat die Jugendsozialarbeit der freien und kommunalen Träger.

Trotz dieser Anstrengungen im Bereich der Gewaltprävention gibt es angesichts einer gestiegenen Zahl verhaltensauffälliger Schüler immer wieder die Notwendigkeit, die lernwilligen Schüler und die Lehrer noch besser zu schützen. Dazu hat der Ministerrat nun dem Landtag ein Gesetz vorgelegt, das die erforderlichen Befugnisse für Unterrichts- oder Schulausschluss erweitert und besser handhabbar macht.

Schon seit langem bewährt sich die Kooperation der Schulen mit der Jugendhilfe, da die Maßnahmen der Schulleitung in gravierenden Fällen regelmäßig im Einvernehmen mit dem Jugendamt erfolgen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit den kommunalen und freien Trägern und Diensten der Jugendhilfe u.a. durch regelmäßige gemeinsame Besprechungen zwischen Schulen und Jugendämtern gewährleistet. Stets bleibt es das gemeinsame Ziel, selbst schwierige Jugendliche wieder schulfähig zu machen.


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