Vom kommenden Schuljahr an kein Halbjahrszeugnis mehr in Klasse drei

Vom kommenden Schuljahr an wird es in den dritten Schuljahren keine Halbjahreszeugnisse mehr geben, sondern - ebenso wie in den Klassen eins und zwei - nur zum Ende des Schuljahres ein Zeugnis. Einer entsprechenden Änderung der Ausbildungsordnung für die Grundschule stimmte heute der Schulausschuss des Düsseldorfer Landtages zu.

16.02.2005 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer: "In den Grundschulen ist über Kernlehrpläne mit Standardsetzungen, über Lernstandserhebungen und über individuelle Lern- und Förderempfehlungen ein breites System der Qualitätssicherung und -entwicklung eingeführt worden. Die Eltern bekommen zusätzliche, umfassende Rückmeldungen über die Entwicklung ihrer Kinder. Mit weiteren Reformen, die ganz überwiegend mit großem Engagement und großer Bereitschaft aufgegriffen worden sind, haben wir insbesondere den Grundschullehrkräften viel zugemutet. Da ist es nur richtig zu prüfen, ob es auch Bereiche gibt, in denen wir unsere Lehrerinnen und Lehrer entlasten können. Das Halbjahrszeugnis in der Klasse drei schien uns dabei eine geeignete Möglichkeit."

Schon seit längerem war das Halbjahrszeugnis in der Klasse drei von Lehrerinnen und Lehrern als überflüssig kritisiert worden. In den Klassen eins und zwei gibt es kein Halbjahrszeugnis, sondern nur am Ende des Jahres ein Berichtszeugnis. Die Zeugnisse in Klasse drei bestehen aus einem Berichtsteil und - wenn die Schulkonferenz nichts anderes beschlossen hat - erstmals ergänzend aus Noten. Konkret bedeutete das: Lehrerinnen und Lehrer schrieben innerhalb von nur anderthalb Jahren drei Mal ein Berichtszeugnis über dasselbe Kind, nämlich am Ende des ersten Schuljahres, dann - zwölf Monate später - am Ende des zweiten Schuljahres, und - noch einmal sechs Monate später - am Ende des ersten Halbjahres der Klasse drei. Das sei, so die Kritik, zu häufig. Mit der Änderung wird nun dieser Kritik Rechnung getragen. Für Kinder, deren Versetzung gefährdet sein könnte, wird es jedoch auch künftig in Klasse drei individuelle Förderempfehlungen zum Halbjahr geben.

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