Vorfall an Geraer Grundschule Thema in Schulamtsleiterberatung
Der Vorfall an der Geraer Erich-Kästner-Grundschule war Thema bei der Beratung der Schulamtsleiter, die heute in Erfurt stattfand und an der auch Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) teilnahm. Nach einer Analyse des Vorfalls dankte Minister Goebel zunächst für das beherzte und schnelle Handeln aller Beteiligten. Dadurch konnte Schlimmeres verhindert werden. Gleichzeitig forderte der Minister von allen Schulen im Freistaat eine erhöhte Wachsamkeit: "Wir müssen unserer Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen während des Schulbetriebs auch weiterhin gerecht werden."
06.04.2006 Thüringen Pressemeldung Thüringer KultusministeriumDarüber hinaus nannte Minister Goebel den Einsatz so genannter Schließsysteme*) an Schulen als anstrebenswert, wenngleich dadurch kein hundertprozentiger Schutz gegeben sei. "Wir wollen im Freistaat offene Schulen und keine Hochsicherheitstrakte mit Mauern und Wachschutz. Nur in Schulen, die sich auch dem Sozialraum nach außen öffnen, können Schüler Gemeinsinn erlernen und soziale Kompetenzen erwerben. Der Einsatz der Schließsysteme erhöht aber die Sicherheit der Schüler und Lehrer während des täglichen Schulbetriebs." Darüber hinaus seien die Schulen auf Notfälle gut vorbereitet, so Minister Goebel weiter. Jede Schule verfüge über eine entsprechende Dokumentation zum Umgang mit Krisen und Notfällen, die Checklisten, Arbeitsmaterialien und -hilfen enthalte. Ein entsprechendes Melde- und Hilfssystem an Schulämtern und im Ministerium stehe ergänzend zur Verfügung. Das Verhalten in Notfällen werde zudem regelmäßig geübt.
Abschließend forderte Minister Goebel die Schulamtsleiter auf, die Schulen im Freistaat entsprechend zu sensibilisieren: "Die Sicherheit der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen hat Priorität."
*) Schließsysteme heißt, dass sich die Außentüten während der Unterrichtszeit nur von innen und nicht von außen öffnen lassen.
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