Baden-Württemberg

Werkrealschule: Nur 190 Gemeinden bleiben übrig

"Mit der Werkrealschule versucht sich die Landesregierung über die Landtagswahl am 27. März nächsten Jahres zu retten. Sie ist kein tragfähiges Konzept für die Schullandschaft in Baden-Württemberg. Bereits in 5 Jahren werden nur noch 190 Gemeinden in Baden-Württemberg so viele Kinder pro Jahrgang haben, dass dort eine zweizügige Werkrealschule gehalten werden kann", sagte am Dienstag (26.10.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

26.10.2010 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW nennt die vermeintliche Erfolgsmeldung von Kultusministerin Marion Schick (CDU) über unveränderte Anmeldezahlen an den Werkrealschulen (gegenüber den Anmeldezahlen an Hauptschulen im Vorjahr) ein "Armutszeugnis" der CDU-/FDP-Bildungspolitik. "Es ist erschreckend für die Zukunft der Bildungspolitik in Baden-Württemberg, wenn Stagnation ein Erfolg ist. Wenn die Werkrealschule ein überzeugendes pädagogisches Konzept wäre, müssten die Anmeldezahlen steigen. Entscheidend aber ist, dass bei selbst bei gleich bleibenden Übergangsquoten in wenigen Jahren die neuen Werkrealschulen nicht mehr genug Schülerinnen und Schüler haben werden und geschlossen werden müssen", sagte Moritz.

Die neuen Werkrealschulen haben in der Regel ein deutlich größeres Einzugsgebiet als im vergangenen Schuljahr, die Schulbezirksgrenzen wurden aufgehoben. Die Anmeldezahlen einzelner Werkrealschulen lassen deshalb keine Aussage über die Übertrittsquoten insgesamt zu.

Weitere Informationen, u.a. Schulentwicklungsgutachten: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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