Wider den Akademisierungswahn

Das "Abitur für alle" ist ein Irrweg. Doch leider hat der Akademisierungswahn der OECD längst auch die rot-grüne Landesregierung erfasst. Insofern stellt der CDU-Antrag "Bildungsqualität fördern" in wohltuender Klarheit fest, dass NRW im Bildungsbereich Impulse setzen muss für eine stärkere Ausrichtung auf die berufliche Ausbildung, eine Förderung der dualen Ausbildung sowie Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel vor allem im technischen Bereich.

20.01.2016 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung lehrer nrw

Aus Sicht von lehrer nrw muss Bildung persönlich erworben werden und kann nicht inflationär zugeteilt werden. "Derzeit beobachten wir den fatalen Trend, den Akademikeranteil in unserer Gesellschaft zu steigern. Dabei ist jedes Mittel recht. Darum werden die Qualitätsstandards herabgesetzt. Das jüngste Beispiel liefert das NRW-Wissenschaftsministerium, das zehn Prozent des Geldes aus dem Hochschulpakt nur dann auszahlen will, wenn die Hochschulen die Abbrecherquoten reduzieren. Das ist eine Steilvorlage zum Qualitätsabbau", erklärte die lehrer nrw-Vorsitzende Brigitte Balbach heute bei einer Expertenanhörung im Landtag.

lehrer nrw fordert:

  • Stärkung der dualen Ausbildung, zum Beispiel durch die Einführung eines dualen Abiturs an Berufskollegs und die Förderung von berufsvorbereitenden Angeboten in der Sekundarstufe I.
  • Behebung der Engpässe im MINT-Bereich durch die Ausbildung und Einstellung von mehr Lehrern in den entsprechenden Fächern. Zudem müssen Informatik und Technik flächendeckend als Fächer eingeführt werden. Dazu gehört auch eine entsprechende räumliche und sächliche Ausstattung.

Ansprechpartner

lehrer nrw

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