Wir brauchen keine Wahlkampfschlager
Der Elternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS) hält es für völlig übertrieben, wenn Parteien täglich mit neuen und hanebüchenen bildungspolitischen Reformvorschlägen an die Öffentlichkeit gehen, nur um bei der Europawahl die Aufmerksamkeit der Wähler zu gewinnen. Dies bemängelte die Landesvorsitzende des LEV-RS, Ingrid Ritt.
28.05.2009 Pressemeldung Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS)Sie kritisiert hier insbesondere die FDP, die offensichtlich aus einer gewissen Profilneurose heraus immer wieder neue Modelle für die Schulen produziert. Heute soll es plötzlich die 5jährige Grundschule sein, nachdem gestern noch die 6jährige Grundschule gefordert worden war. Der von der FDP angepriesene "Einheitslehrer" kann für das gegliederte Schulwesen in Bayern schon gar nicht die richtige Lösung sein, meinte Ingrid Ritt. Darüber hinaus seien die Realschuleltern überrascht, dass die neuesten FDP-Forderungen sich nicht mit ihren Aussagen im Koalitionsvertrag zu Bildungspolitik decken.
"Wir brauchen dringend Ruhe in den Schulen", mahnte die Landesvorsitzende. "Kurzlebige Wahlkampfparolen brauche die Schule nicht und eine ständige Infragestellung bewährter pädagogischer Grundstrukturen verschafft nicht die notwendige Kontinuität für den Bildungsbereich. Wir brauchen dringend den Einsatz vorhandener Ressourcen für die Verbesserung der Rahmenbedingungen an den Realschulen. Bisher vermissen wir allerdings die nachhaltige Unterstützung gerade von Seiten der FDP", schloss Ingrid Ritt.
Keine Kommentare vorhanden