Realschuleltern Bayern

Wir können wirklich mitbestimmen – Man kann auch sagen: Der BEV hat Angst vor der Wahrheit.

Da beklagt sich der Bayerische Elternverband (BEV), dass er zu wenig mitbestimmen kann. Wir haben da ganz andere Erfahrungen gemacht. Der LEV-RS kann, wie viele andere Verbände auch, sehr wohl mitbestimmen und einwirken. Das mag wohl aber daran liegen, dass wir politisch neutral und finanziell unabhängig vom Kultusministerium sind.

12.04.2012 Pressemeldung Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS)

Betrachten wir zur Veranschaulichung die bildungspolitische Gestaltung auf überregionaler, sprich Landesebene. In Bayern gibt es für alle Eltern ihre jeweiligen Landesvertretungen für jede Schulart. Die Landeselternvertretungen für das Gymnasium, für die Realschulen, für die Wirtschaftsschulen, für die Fachoberschulen und für die kirchlichen Schulen (katholische und evangelische Elternvertretungen) sind spezialisiert auf ihr "Klientel". Dort weiß man genau, wo der Schuh drückt und wie man "seine" Eltern und in der Folge "seine" Schülerinnen und Schüler unterstützen kann. Zum Beispiel erarbeiten wir im Realschulbereich derzeit das Konzept "MINTENSIV", MINT für Realschulen am Lernort Schullandheim. Dabei wirken zusammen: das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus (StMUK), der Bayerische Realschullehrerverband (brlv), der Deutsche Realschullehrerverband (VDR), das Bayerische Schullandheimwerk (BSHW), das Institut für innovative Bildungskonzepte (i!bk) unter der Federführung des Landeselternverbandes Bayerischer Realschulen (LEV-RS)! Da passiert Mitbestimmung pur. Genauso ist es für uns als Realschuleltern in keinem anderen Bereich ein Problem, gehört zu werden. Im Gegenteil, alle Partner sind offen für unsere Anregungen und Hinweise in Sachen Bildungsgestaltung, ja sie erwarten geradezu unsere Mitbestimmung und –wirkung.

In Wahrheit geht es dem BEV mit Schützenhilfe des BLLV darum, Standpunkte einer Minderheit über die vermeintlich einzig demokratische Organisationsstruktur einer gesetzlichen Elternvertretung mehrheitsfähig zu machen. Damit wäre eine schulartbezogene und somit wirkungsvolle Unterstützung der Eltern hinfällig und nicht mehr möglich. Was "kleine Partner" mit Ihrer Blockadehaltung anrichten, kann jeder täglich in den Medien verfolgen. Wir begrüßen es sehr, dass im Bildungsbereich durch die jeweiligen Landeselternvertretungen, die sich freiwillig in einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE EVB) zusammengeschlossen haben, Demokratie durch unmittelbare Mitbestimmung gelebt wird. Eine Freigabe des Übertritts und die Abschaffung der Noten, wie vom BEV gefordert, wären sehr zum Nachteil für viele Kinder. Denn falsch verstandener Ehrgeiz, zu dem viele Eltern durch die öffentliche Diskussion getrieben werden, würde noch mehr Kinder in die für sie falsche Schulart führen. Die Hysterie um den Übertritt muss schleunigst beendet werden, denn der Mensch beginnt nicht erst mit dem Abitur.


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