Wir wollen keine Angstszenarien

Anstatt Mut zu machen und Kindern und Eltern die Freude an der Schule zu vermitteln, heizt der Volksschullehrerverband die Bildungsdebatte nur weiter auf. Schule kann nicht funktionieren, wenn eine Lehrervereinigung immer nur alle und alles diffamiert. Wir Eltern erwarten für unsere Kinder Lehrer und Lehrerinnen, die positiv denken und handeln und als Vorbilder den Unterricht gestalten.

26.02.2008 Pressemeldung Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS)

Ganz entschieden weisen wir die Aussage "Als Gewinner gelten jene, die in das Gymnasium wechseln" zurück. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Haupt-, Wirtschafts- und Realschüler und aller Kinder, die nicht ein Gymnasium besuchen, stellt Ingrid Ritt, Vorsitzende der Realschuleltern klar. Als Beispiel sei hier eine Realschülerin genannt, die nach der 10. Klasse die Fachoberschule besuchte, anschließend an der Fachhochschule Deggendorf Internationales Management zu studieren begann, derzeit ein halbes Jahr Auslandsstudium in Neuseeland absolviert, anschließend ein halbes Jahr Praxissemester in Kalifornien leistet und dann ihren Abschluss an der FH Deggendorf vollzieht. Wenn so ein Mädchen als Bildungsverlierer gilt, dann stimmt nicht nur etwas, sondern alles nicht mehr.

Wir wollen den Eltern sagen, dass jedes Kind, entsprechend der individuellen Leistungsfähigkeit, seinen Weg gehen wird. Kein Kind darf danach beurteilt werden, welche Schulart es besucht. Jedes Kind ist wertvoll!

Alle, die nicht mithelfen Qualitätsverbesserungen an unseren Schulen zu erreichen und Rahmenbedingungen zu verbessern, sondern immer nur Panik verbreiten, handeln verantwortungslos und gehören nicht in Positionen, die mit der Erziehung und Bildung unserer Kinder betraut sind. Wir brauchen nicht ständig Bedenkenträger und Miesmacher, sondern entscheidungsfreudige und mutige Gestalter.


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