Wo ein (Eltern)Wille ist, muss auch ein Weg sein
"Der VBE teilt die Auffassung der Grünen, dass die Landesregierung den Elternwillen respektieren und Gesamtschulgründungen ermöglichen muss", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann den Antrag der Grünen. "Dabei darf auch der Ganztag nicht grundsätzlich verwehrt werden."
09.09.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWAuf der Schuljahres-Eröffnungs-Pressekonferenz am 14. August 2009 hat Schulministerin Barbara Sommer die Vorteile des Ganztags betont. Sie hat sowohl dessen Bedeutung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als auch die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schulen herausgestellt.
"Dass vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse neu eingerichteten Gesamtschulen der Ganztag weiterhin grundsätzlich verweigert wird, ist für den VBE nicht nachvollziehbar", so Beckmann. "Für die Entscheidung, ob ein Ganztagsangebot genehmigt wird oder nicht, muss unabhängig von der Schulform sowohl der pädagogische Bedarf der Kinder als auch die Nachfrage der Eltern ausschlaggebend sein."
Das von der Landesregierung immer wieder angeführte Argument, unter der Vorgängerregierung seien die Gesamtschulen bezüglich des Ganztags bevorzugt worden, hilft Kindern und Eltern, die heute den Ganztag brauchen, nicht weiter.
Der FDP-Vorsitzende Andreas Pinkwart scheint ja zumindest schon mal etwas erkannt zu haben. Er setzt sich für die Neugründung einer Gesamtschule in Alfter ein und hat an den Kölner Regierungspräsidenten die Bitte gerichtet, den Antrag zur Errichtung dieser Schule wohlwollend zu prüfen. Seine Begründung lautet folgendermaßen: "Für mich ist bei der Ausgestaltung der Bildungswege der Elternwille ganz wichtig, weil sie die Hauptverantwortung für ihre Kinder tragen." (Kölnische Rundschau online vom 28.08.09).
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