Yad-Vashem-Pädagogen bereiten Lehrer im ersten Seminar auf Israel-Fortbildungsreise vor
An diesem Wochenende findet in Neustrelitz das erste Vorbereitungsseminar für 25 Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatoren aus ganz Mecklenburg-Vorpommern für eine Studienreise nach Israel statt.
26.06.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernDie Mitarbeiterin der Internationalen Schule für Holocaust-Studien Yad Vashem, Dr. Susanne Urban, bereitet an zwei Tagen (22. und 23. Juni) die deutschen Pädagogen auf ihre Studienreise nach Jerusalem vor, wo sie sich Mitte Juli vor Ort und ganz unmittelbar mit der jüdischen Geschichte und den deutsch-israelischen Beziehungen auseinander setzen werden. Dr. Urban bekommt dabei Unterstützung von dem brandenburger Lehrer Stefan Wagenknecht, der bereits Erfahrungen in der Internationalen Schule für Holocaust-Studien gesammelt hat.
Diese Pädagogenfortbildung wird vom Zentrum für deutsch-israelische Projekte im Auftrag des Bildungsministeriums durchgeführt. Bildungsminister Tesch hatte dazu im Februar 2007 bei seinem Besuch in Israel mit der Internationalen Schule für Holocaust-Studien Yad Vashem eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen, die eine gemeinsame Fortbildung von Pädagogen und Multiplikatoren der außerschulischen Bildung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Inhalt hat. Im April wurde diese Vereinbarung gemeinsam mit dem stellvertretenden Botschafter Israels, Ilan Mor, dem Vorsitzenden der deutsch-israelischen Gesellschaft Neubrandenburg, Ralph-Jörn Kurschus, und Vertretern von Schulen konkretisiert.
Zu einem der ersten Projekte gehörte die Ausstellung über die 70-jährige Geschichte der Kinder- und Jugend-Aliyah "Rettet die Kinder", die zunächst im Carolinum in Neustrelitz und derzeit im Gymnasium Frideridianum in Schwerin zu sehen ist.
Bildungsminister Tesch zu diesem Fortbildungsprogramm: "Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass diese sehr intensive und emotionale Auseinandersetzung mit dem jüdischen Leben vor, während und nach dem Holocaust den Lehrerinnen und Lehrern und anderen Multiplikatoren eine große Hilfe sein wird, ihren Bildungsauftrag optimal erfüllen zu können. Die Arbeit der Pädagogen an solchen historischen Orten und mit Zeitzeugen ist von enormer Wichtigkeit für eine überzeugende Politik- und Geschichtsvermittlung. Diese Vereinbarung mit der Internationalen Schule Yad Vashem soll helfen, die politische bildung zu intensivieren."
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