Bayern

Zukunftschancen gemopst - Bayerische Junglehrer starten Kampagne für mehr Lehrer

Kurz vor Bekanntgabe der diesjährigen Einstellungsnote für angehende Grund- und Hauptschullehrer startet die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer (ABJ) die Internet- Kampagne "Zukunftschancen gemopst - Gassi gehen als neue Herausforderung für arbeitslose Junglehrer?"

15.07.2010 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

"Wir wollen Druck machen", erklärte die ABJ -Vorsitzende Anja Lanzendörfer zum Auftakt der Kampagne heute in München. Ziel sei es, online möglichst viele Unterschriften für eine andere Einstellungspolitik zu sammeln. "Obwohl an allen Schulen händeringend Lehrkräfte gesucht werden, die Klassen zu groß sind, Intensivierungs- und Förderstunden fehlen und es gravierende Mängel beim Mobilen Sonderpädagogischen Dienst und an Förderschulen gibt, stehen tausende junge Lehrer auf der Straße oder werden mit befristeten Verträgen abgespeist. Die Staatsregierung muss handeln. Es geht um die Sicherstellung der Unterrichtsversorgung, aber auch um die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler." Ohne genügend Lehrer könnten dringend erforderliche Reformen nicht umgesetzt werden: In der ABJ sind derzeit rund 12.000 junge Lehrer/innen organisiert. Sie gehört dem Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband, BLLV, an.

Im vergangenen Jahr habe die Staatsnote dazu geführt, dass tausende junge Lehrerinnen und Lehrer keinen Job fanden. Für viele sei die Situation nach dem Studium unerträglich: "Sie sind arbeitslos oder halten sich mit befristeten Verträgen über Wasser. Viele geben auf und orientieren sich neu, obwohl händeringend Lehrkräfte gesucht werden. Das wollen wir nicht länger hinnehmen." Die ABJ -Vorsitzende appelliert daher an Eltern, Schüler, Lehrerkollegen und Studierende, den ABJ -Aufruf im Internet zu unterschreiben. "Junge Lehrer dürften nicht um ihre Zukunft "gemopst" werden!

Mitmachen ist kinderleicht: Die eigens in Facebook eingerichtete "Fanseite" ist unter der Schlagwortsuche "Bildung braucht Lehrer" zu finden. Hier können Informationen über die Kampagne eingeholt, Fragen gestellt und Diskussionen angeregt werden. Über einen Link gelangt man auf die Homepage www.mops.bllv.de . Dort kann auch eine Petition eingesehen und mit einer Online-Unterschrift unterstützt werden. Die Petition geht dann an den Bayerischen Landtag. "Wir fordern darin die Schaffung neuer Planstellen in allen Schularten", erklärte Lanzendörfer. Ohne eine angemessene Zahl von Planstellen für Lehrkräfte könnten die zukünftigen Aufgaben im Bildungsbereich nicht erfolgreich bewältigt werden.

"Wir flankieren die Online -Kampagne mit einer bayernweit angelegten Plakataktion. An sämtlichen Universitäten und vielen Schulen wird mit Mops-Plakaten auf die zum Teil katastrophalen Zukunftsaussichten für Lehramtsstudierende und Referendare aufmerksam gemacht", informiert Lanzendörfer.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden