Zum Gewaltvorfall an der Spandauer Gottfried-Kinkel-Schule

Jens Stiller, Sprecher der Bildungsverwaltung: "Der Gewaltvorfall an der Spandauer Gottfried-Kinkel-Schule ist ein Einzelfall. Die mit 300 Schülern eher kleine Realschule zeichnet sich seit Jahren durch ein gutes Schulklima aus, in dem Schüler ganz unterschiedlicher Herkunft friedlich miteinander umgehen."

18.12.2008 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Die Schulleiterin Angela Rose-Negelmann bezeichnet ihr nur 20 Lehrkräfte umfassendes Kollegium als ein eingespieltes Team, das kleinere Konflikte aufmerksam, präventiv und schnell gelöst habe. Besonders wichtig ist an dieser Schule die Elternarbeit. Auch jetzt ist die Schule mit den Eltern des Siebtklässlers in Kontakt.

Bei ihrer pädagogisch-präventiven Arbeit geht die Schule auch innovative Wege: Für alle Siebtklässler bietet die Schule zu Beginn eines Schuljahres mit Unterstützung von BMW ein einwöchiges Outdoor-Training an, dass die Team- und Konfliktfähigkeit der Schüler verbessern hilft. Dem gleichen Ziele dient auch die Kooperation mit der Mercator-Stiftung, die es besonders erlaubt, in kleinen Lerngruppen Sprachdefizite erfolgreich zu verhindern.

Stiller: "Gewaltprävention ist an der Gottfried-Kinkel-Schule pädagogisches Gesamtkonzept mit dem Erfolg, dass es bislang zu keinen meldewürdigen Vorfällen gekommen ist."

Eine Klassenkonferenz wird sich unmittelbar nach den Weihnachtsferien zusammensetzen, um über den weiteren Verbleib des suspendierten Schülers zu beraten. Dabei ist die Verweisung des Schülers wahrscheinlich.

Senator Zöllner hat sich mit einem persönlichen Brief an den verletzten Konrektor, der ambulant im Krankenhaus behandelt werden musste, gewandt und die Schule für ihre gute und engagierte Arbeit gewürdigt.

Sein Sprecher verwies darauf, dass die Frage eines möglichen Wachschutzes an Schulen in den zuständigen Bezirken unterschiedlich beantwortet werde: "Es gibt viele Wege zum Erfolg."

Zu Fragen des Tatherganges verwies Stiller auf die laufenden polizeilichen Ermittlungen.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden